„Auf Wiedersehen, Miri!“ - Der BÄRENWALD Arbesbach und VIER PFOTEN trauern

19jährige Bärenmutter musste von ihrem Leiden erlöst werden

Wien (OTS) - Das Team des BÄRENWALD Arbesbach und VIER PFOTEN trauern um eine wunderbare Bärin: Die 19jährige Miri musste am späten Abend des 4. Juni von ihrem akut auftretenden schweren Leiden erlöst werden. Erste Ergebnisse der Obduktion ergaben die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs.

„In den letzten Tagen zeigte Miri wenig Interesse am Fressen oder auch an Aktivität“, berichtet schwer betroffen die Betriebsleiterin des BÄRENWALD Arbesbach, Sigrid Zederbauer. „Die Tierärzte haben sie gleich untersucht. Leider brachte die verordnete Behandlung nur kurzzeitigen und geringen Erfolg. Daher wurde Miri gestern von Dr. Johanna Painer und ihrem Team vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien nochmals untersucht. Da die Ergebnisse schwere Schädigungen von Leber und anderen Organen zeigten, haben die Veterinäre und das Team des BÄRENWALD Arbesbach sich dazu entschlossen, Miri nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen.“

Vor der Rettung durch VIER PFOTEN im Jahr 2015 lebte Miri gemeinsam mit ihren Kindern Emma und Erich in einem privat geführten Zoo in Oberösterreich. In einem kleinen Gehege, das nur spärlich ausgestattet und mit Betonboden ausgekleidet war, bot sich ihnen auch kaum Möglichkeit für Rückzug und Winterruhe. Nach der Schließung des Zoos 2012 aufgrund von diversen baulichen Mängeln wollte keiner die drei Bären aufnehmen. Nach einem mehrjährigen Rechtsstreit konnte VIER PFOTEN Miri mit ihren Kindern 2015 schließlich in den BÄRENWALD Arbesbach übersiedeln.

Für Sigrid Zederbauer und ihr Team ist das Organisieren eines würdevollen Sterbens ein wichtiger Teil von Tierschutzarbeit: „Einfach nur zu warten, bis das natürliche Ende das Leiden beendet, kann sehr grausam sein. Wenn die Gesundheit schlechter wird oder das Tier schon sehr alt ist und auch keine Chance auf eine Verbesserung besteht, dann ist es unsere Aufgabe, für einen möglichst stressfreien Abschied zu sorgen.“

Miri wird dem gesamten Team des BÄRENWALD, aber auch den Mitarbeitern von VIER PFOTEN, die ihre Entwicklung seit ihrer Rettung mitverfolgten, sehr fehlen. „Miri war eine sehr sanfte und gutmütige Bärin. Häufig konnte man sie dabei beobachten, wie sie ein erfrischendes Bad im Teich genommen hat oder genüsslich auf der Wiese ihre Beine durchgestreckt hat“, erzählt Zederbauer.

Mit ihrer bedächtigen Art war die Bärenmutter ein guter Ausgleich zu ihrem temperamentvollen und manchmal ungestümen Sohn Erich. Auf den Punkt gebracht: Miri ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie war auch eine aufmerksame und genaue Beobachterin. Zederbauer: „Miri hat die zur Verfügung gestellten Beschäftigungsobjekte immer mit Neugier inspiziert und mochte es, viel Zeit mit der Erkundung ihrer Umgebung zu verbringen. Ihr Lieblingsfutter waren Paradeiser und Nüsse, sie aß aber auch gerne Gurken, Karotten und Orangen.“

Mit Erich war Miri bis zuletzt vergesellschaftet, die beiden lebten also im gleichen Gehege. Auch wenn Erich deutlich größer und stärker als Miri war, respektierte er ihre friedfertige, ruhige Art zu leben und hat sie nie herausgefordert. Lediglich von ihrer Tochter Emma musste das Team des BÄRENWALD Arbesbach Miri trennen, da Emma aggressives Verhalten gegen ihre Mutter zeigte. Dies ist für erwachsene Bärenweibchen nicht ungewöhnlich. Die Trennung verlief allerdings unkompliziert, da Erich als eine Art Bindeglied sowohl mit Emma als auch mit Miri zusammenleben konnte.

„In den letzten Monaten verbrachte Erich immer jeweils halbtags bei Mutter oder Schwester. Das Team des BÄRENWALD Arbesbach ist zuversichtlich, dass Erich dadurch auch den Verlust von Miri gut verkraften wird. Er hat schließlich noch seine Schwester Emma“, sagt Zederbauer.

Miri wird mit ihrem sanften Gemüt dem BÄRENWALD Arbesbach Team und VIER PFOTEN immer in Erinnerung bleiben. „Sie wird stets einen besonderen Platz in unseren Herzen haben“, fasst es Sigrid Zederbauer zusammen.

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