VIER PFOTEN: Fiaker-Forderungen dreist und unangemessen

Kritik: Wiens Bürgermeister Ludwig beugt sich Drohungen und lässt Tierschutz links liegen

Wien (OTS) -

VIER PFOTEN sieht die Forderungen der Wiener Fiakerfahrer als sehr dreist und völlig und unangemessen. Dass Wiens Bürgermeister Michael Ludwig den Drohungen der Fiaker sofort nachgibt und Verhandlungen verspricht, ist für die Tierschützer extrem enttäuschend.

"Die Fiaker drohen Proteste an, und der Bürgermeister ist sofort zu Gesprächen bereit. Man sieht wieder einmal, welche Interessensgruppen wirklich Macht in Wien haben. Michael Ludwig sagt, dass ihm die Fiaker am Herzen liegen. Wir können dazu nur sagen: Es ist wirklich traurig, dass ihm Tierschutz so gar nicht am Herzen zu liegen scheint”, sagt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda.

Laut VIER PFOTEN ist der Protest der Fiakerfahrer außerdem völlig unangemessen und daher extrem dreist. Pluda: „In keiner Stadt haben die Fahrer so viele Privilegien wie in Wien! Der internationale Trend geht in eine völlig andere Richtung. Berlin zum Beispiel hat erst vor wenigen Tagen eine 30-Grad-Hitze-Beschränkung bekannt gegeben. Barcelona hat Fiaker generell verboten, Montreal wird 2020 nachziehen. In Rom wurde letztes Jahr beschlossen, dass Fahrten nur mehr in Grünanlagen erlaubt sind.“

Alleine die Idee des Protests der Fiaker-Fahrer vor dem Wiener Rathaus ist aus Tierschutzsicht ein Irrsinn. Denn die Tiere wären dabei zwölf Stunden ohne Bewegung vor die Kutsche gespannt worden, das bedeutet außerhalb der gesetzlichen Fahrzeiten sowie außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Standplätze. Es handelt sich um einen Missbrauch der Tiere für die rein wirtschaftlichen Interessen der Fiaker, so VIER PFOTEN.

„Die Fiakerfahrer könnten nicht deutlicher machen, dass ihnen die Tiere und das Tierwohl völlig egal sind“, kritisiert VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Martina Pluda. „Zwölf Stunden lang an einem Platz heißt, dass die Tiere in jedem Fall stundenlang in der prallen Sonne hätten stehen müssen, und das an einem Tag über 30 Grad. Das wäre schlicht und einfach Tierquälerei.“

Wenn überhaupt, so VIER PFOTEN, müsste für die Anliegen der Tiere demonstriert werden. Denn es gibt in punkto Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Fiakerpferde im Gegenteil eindeutig Luft nach oben. Pluda: „Vor allem fordern wir, dass Fiakerfahrten ausschließlich in Grünanlagen stattfinden. Denn Pferde haben im Stadtgebiet absolut nichts verloren.“ Dieser Ansicht sind auch fast 50.000 besorgte Bürgerinnen und Bürger, die bereits die VIER PFOTEN Petition dazu unterschrieben haben: https://bit.ly/2EY4EKo

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