Landesweites Fiakerverbot: Italien fährt Österreich im Pferdeschutz davon!

Immer mehr Länder setzen wirksame Maßnahmen gegen die Tierquälerei durch städtische Pferdekutschen, Österreich ist zunehmend Schlusslicht.

Wien (OTS) - Während Wiens Fiaker vor allem mit haarsträubenden Aussagen und gesetzeswidrigem Verhalten auf sich aufmerksam machen, zeigt Italien vor, wie effektiver Tierschutz aussieht: der Verkehrsausschuss der Abgeordnetenkammer in Rom verabschiedete heute einen Antrag auf Änderung der Straßenverkehrsordnung, nach der Pferdekutschen künftig nur noch in Parks und Naturschutzgebieten unterwegs sein dürfen, nicht aber im Straßenverkehr, wie es auch der VGT schon seit Jahren fordert. Außerdem haben Roms Fiakerpferde durch eine Verordnung der römischen Bürgermeisterin seit 27. Juni bis einschließlich 30. September ab 30 Grad hitzefrei.

Und auch andere Länder gehen mit gutem Beispiel voran: In Berlin haben die Fiakerpferde seit Mai ab 30 Grad hitzefrei, die türkischen Touristenmetropolen Antalya und Izmir haben kürzlich ein Fiakerverbot angekündigt und selbst der türkische Präsident Erdogan stellt Elektrokutschen als tierfreundlichen Ersatz in Aussicht.

Währenddessen sind in Wien Kutschen immer noch bei bis zu 39 Grad in der Sonne unterwegs, bis die zahnlose Hitze-Regelung greift.
Nationale Vorschriften zum dezidierten Schutz von Fiakerpferden gibt es in Österreich bis auf eine Begrenzung der Höchstarbeitszeit sogar gar keine .

VGT Fiaker-Kampaigner Georg Prinz zeigt sich erfreut über die Tierschutz-Verbesserungen in Italien, nimmt aber die österreichische Politik in die Pflicht: “Der Gesetzesvorstoß in Italien zeigt, wie verantwortungsvolle Politik zum Schutz der Tiere aussieht. Während Italien beim Schutz der Pferde neue Wege beschreitet, hängen Österreich und vor allem Wien noch im Tierschutz-Mittelalter fest."

Der VGT kündigt indes weitere Aktionen an: so gibt es nächsten Dienstag von 16:00 – 20:00 Uhr eine Demonstration von Tierschutz-Aktivist_innen am Salzburger Residenzplatz und in Wien regelmäßige Kontrollen durch das Fiaker-Kampagnenteam.

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VGT - Verein gegen Tierfabriken
Georg Prinz
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