FCG/GPA-djp Gosch zu Sonntagsdiskussion: Jetzt ist die Katze aus dem Sack

Tourismuszone dient nur als Aufhänger für eine generelle Sonntagsöffnung in ganz Wien

Wien (OTS/FCG) - Die ÖVP Wien fordert zum X-ten Male die Tourismuszonen und bewirbt dies als einen Mehrwert für die Unternehmer und Touristen. Diese Forderung wird nicht bei den Tourismuszonen enden, NEIN es wird dazu führen, dass es zu einer generellen Sonntagsöffnung in ganz Wien kommt. Der erste Einkaufszentrumbetreiber hat sich schon in diese Richtung gemeldet und fordert in einer Aussendung, dass alle Geschäfte am Sonntag auch offen halten sollten.

Dieses Ansinnen der ÖVP Wien zeigt wieder ganz gut, dass hier nicht zu Ende gedacht wurde. Die Politik sollte im Dienste der Bürgerinnen und Bürger stehen und nicht nur Klientelpolitik betreiben.

„Es geht nicht nur um Beschäftigte im Handel, sondern um viel mehr arbeitende Menschen in Wien“, kritisiert der Bundesgeschäftsführer der FCG/GPA-djp Franz Gosch. Vor allem die Kinderbetreuungseinrichtungen sind in keiner Weise auf eine derartige Situation vorbereitet. Abgesehen davon arbeiten auch die dort Beschäftigten üblicherweise nicht am Sonntag. Jedoch wird die Kinderbetreuung ein dringendes Problem darstellen, da ja im Handel überwiegend Frauen tätig sind. Nicht wenige davon sind alleinerziehend.

Der arbeitsfreie Sonntag ist ein wichtiger Bestandteil unserer österreichischen Kultur und ein ethisches Grundelement unseres gesellschaftlichen und familiären Gefüges. Dieses wertvolle Gut aufzugeben bedeutet, unserem Land und seinen Menschen erheblichen Schaden zuzufügen.
„Wir werden uns dieses hohe Gut, um das uns etliche Länder Europas beneiden, nicht von ausschließlich gewinnorientierten und kurzsichtig denkenden Politikerinnen und Politikern wegnehmen lassen. Nur weil es manche Touristen oder ein kleiner Teil der Selbständigen vielleicht wollen, öffnen wir am Sonntag keine Geschäfte. Auch muss hier noch eines klar gesagt werden: die Touristen werden euch 2020 nicht wählen, aber die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind mit solchen Maßnahmen nicht zu gewinnen“, so Gosch abschließend.

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