Hygienemaßnahmen in wasserführenden Systemen vor Wiederinbetriebnahme nach Corona-Stillstand

Nach wochenlangen Sperren von Fitnesscentern, Friseurläden oder Hotelbetrieben ist einer Verkeimung vorzubeugen - zum Beispiel vor gesundheitsgefährdenden Legionellen.

Wien (OTS) -

Stillstand

Die von der österreichischen Bundesregierung getroffenen Maßnahmen zur Einschränkung der Ausbreitung des Corona Virus hat zur vorübergehenden Stilllegung vieler Betriebe geführt. In Folge kommt es unter anderem auch zu längeren Verweilzeiten des Wassers in den Leitungen und wasserführenden Systemen. Biofilme können sich bilden. Erhöhtes Risiko besteht in warmwasserführenden Systemen. Grundsätzlich kann es zur Vermehrung von Bakterien im Leitungssystem kommen, wodurch das gesundheitliche Risiko steigen kann. Einen Problembereich stellen dabei Legionellen dar, die über Einatmen von feinsten Wassertröpfchen (Aerosolen) in den Organismus gelangen und so eine schwere Lungenentzündung – die Legionärskrankheit – auslösen können. Damit sind potentiell vor allem Kunden und Mitarbeiter von Betriebe betroffen, in denen Menschen Duschen benutzen (Fitnesscenter, Friseure, Hotels, Schwimmbäder, Duschen bei Turnsälen, Sportstätten oder Betriebsgarderoben etc.) oder mit Wassersprühnebel in Berührung kommen (Friseurbetriebe, Waschanlagen, Whirlpools, Befeuchtungsanlagen etc.). Das Trinken des mit Legionellen belasteten Wassers stellt dahingegen keine Gefahr dar.

Präventive Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Betriebs

Wenn Wasserauslässe länger nicht bzw. nicht regelmäßig genutzt werden, so sind Maßnahmen zu ergreifen, bevor der Betrieb wieder anläuft. Das trifft dann zu, wenn der jeweilige Wasserhahn länger als eine Woche lang nicht genutzt wurde. Vor Wiederinbetriebnahme sind alle Wasserentnahmestellen – dies betrifft auch Duschköpfe und Wannenauslässe - zu öffnen und mit Kalt- und Warmwasser (beide voll aufdrehen) für mehrere Minuten zu spülen. Bei Mischwasserarmaturen ist das Wasser bei mittlerer Temperaturmittelstellung voll aufzudrehen.

Neben der thermischen Desinfektion kann auch eine chemische Desinfektion von Fachleuten durchgeführt werden. Diese Maßnahmen dienen auch der Vorbeugung gegen Legionellen, die die Legionärskrankheit (Legionellose), eine schwere, manchmal tödlich verlaufende Lungenentzündung die durch Einatmen von Aerosolen mit Bakterien der Gattung Legionella (zumeist „Legionella pneumophila“) auslösen kann. Legionellen zählen aufgrund der hohen Fallsterblichkeit zu den gefährlichsten Erregern von Lungenentzündung.

Rechtzeitig vor einer tatsächlicher Inbetriebnahme empfiehlt sich noch eine Entnahme einer Wasserprobe (bzw. mehrerer Wasserproben) und diese in einem akkreditierten Labor auf eine mögliche Belastung untersuchen zu lassen. Dies zeigt, ob die getroffenen Maßnahmen zu den gewünschten Ergebnissen geführt haben.

Hilfestellung zur Prävention und korrekter Probenahmedurchführung bietet die AQA GmbH Legionellenfibel, der Folder „Legionellen“ der AGES sowie die Corona Information der WKO zur Trinkwasserhygiene. Legionellen Probenahmesets sind unter aqa.at erhältlich.

Ersuchen an die Regierung:

Wir ersuchen die Regierung die potentiell betroffenen Betriebe – vor allem in der Tourismusbranche - in allen Belangen bei der Wiederöffnung zu unterstützen - auch für die sicherheitstechnischen Belange in der Hygiene.

Auf Legionellen Testen
Testsets inkl. akkreditierter Laboranalyse
Bezugsquelle

Rückfragen & Kontakt:

DI Bruck
bruck@aqa.at
0699/16094659
www.aqa.at

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | NEF0016