Weitere Entlastungsschritte dringend notwendig!

Hotellerie-Obmann Georg Imlauer begrüßt Mehrwertsteuersenkung für Gastronomie, fordert allerdings weitere Maßnahmen für schwer getroffene Hotelbranche ein

Salzburg (OTS) - Als begrüßenswert und Schritt in die richtige Richtung bezeichnet der Obmann der Fachgruppe Hotellerie, Georg Imlauer, die von Finanzminister Gernot Blümel kürzlich angekündigte Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomie und Kultur auf 5%. „Aufgrund des verhaltenen Konsums der Menschen läuft das Geschäft in den heimischen Gastronomiebetrieben mehr als schleppend“, betont Imlauer. Daher sei die geplante Steuersenkung ab 1. Juli eine dringende und wichtige Maßnahme.

Imlauer gibt allerdings zu bedenken, dass neben der steuerlichen Entlastung von Speisen und Getränken weitere Maßnahmen für die schwer getroffene Hotellerie gesetzt werden müssen. „Hier muss auch eine Senkung der Steuer auf die Unterkunft von 10 auf 5% folgen, wie sie in Deutschland bereits verwirklicht ist. Da brauchen wir unbedingt Wettbewerbsgleichheit!“, sagt Imlauer. Die allgemeine Senkung auf 5% wäre auch aus verrechnungstechnischer Sicht zu begrüßen. Denn sonst kämen zwei Steuersätze zur Anwendung, was einen massiven Verwaltungsaufwand nach sich zieht. Als positiv beurteilt der Fachgruppenobmann, dass die Steuersenkung nicht an den Gast weitergegeben werden muss und damit die bereits sehr erschwingliche gastronomische Leistung nicht noch einmal verbilligt wird. Denn aufgrund der geringen Nachfrage seien die Preise für die Konsumenten ohnedies bereits stark gesunken.

Allgemein gibt Imlauer zu bedenken, dass gerade die Hotellerie in der Stadt Salzburg bzw. in Regionen mit einem hohen internationalen Gästeaufkommen wie Zell am See noch länger unter den Beschränkungen im internationalen Reiseverkehr leiden würden. „Es wird noch einige Zeit dauern, bis die daniederliegenden Fluglinien und der Corona-beschränkte internationale Reiseverkehr wieder in die Gänge kommen“, weiß Imlauer. Bei wichtigen Märkten wie den USA und Großbritannien sei eine Normalisierung noch länger nicht absehbar.

„Gerade die auf den internationalen Gast angewiesen Stadthotellerie wird noch das ganze Jahr schwer unter der Krise leiden. Internationale Touristen und Kongressgäste bleiben aus und bringen die Betriebe in größte Existenzschwierigkeiten. Daher sind eine Ausdehnung der Steuersenkung sowie eine weitere Ausweitung der Kurzarbeit eine absolute Notwendigkeit!“, resümiert Imlauer.

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