Belvedere 21: MAJA VUKOJE. AUF KANTE

Ausstellung vom 8. Dezember 2020 bis 23. Mai 2021 im Belvedere 21

  • Über verschiedene Werkphasen hinweg hat Maja Vukoje eine unverwechselbare künstlerische Sprache entwickelt. Ihre Gemälde zeugen vom Sinn wie von der Sinnhaftigkeit der Malerei, sind zugleich verführerisch und herausfordernd
    Stella Rollig, Generaldirektorin Belvedere
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  • Maja Vukojes Gemälde sind bunt, anziehend, manchmal irritierend, sie zitieren Dinge, die wir aus dem Alltag kennen oder aus dem Kunstmuseum, sie fordern unsere Wahrnehmung heraus, aber auch unsere Haltung. Und vor allem weisen ihre Gemälde Maja Vukoje als virtuose Malerin aus, die die Möglichkeiten dessen, was heute ein Bild sein kann, reflektiert und experimentell ausreizt
    Luisa Ziaja, Kuratorin der Ausstellung
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Wien (OTS) - Maja Vukoje verschränkt in ihrem Werk Themen unserer globalisierten Lebenswelt mit aktuellen Malereidiskursen. Für ihre bislang umfassendste Personale schuf die Künstlerin eine ortsspezifische Installation im Pavillon des Belvedere 21. Vor dem Lockdown bereits fertig aufgebaut, kann die Schau zur Wiedereröffnung der Museen nun mit dreiwöchiger Verspätung endlich starten.

„Über verschiedene Werkphasen hinweg hat Maja Vukoje eine unverwechselbare künstlerische Sprache entwickelt. Ihre Gemälde zeugen vom Sinn wie von der Sinnhaftigkeit der Malerei, sind zugleich verführerisch und herausfordernd“, so Generaldirektorin Stella Rollig.

Mit mehr als einhundert Arbeiten präsentiert die Ausstellung einen Einblick in das Werk der Künstlerin. Maja Vukoje, 1969 in Düsseldorf geboren, in Belgrad aufgewachsen, lebt seit 1988 in Wien, wo sie Malerei bei Maria Lassnig und Christian Ludwig Attersee an der Hochschule für angewandte Kunst studierte. Vor Kurzem wurde sie mit dem Preis der Stadt Wien für bildende Kunst ausgezeichnet.

Maja Vukoje nimmt die Vermischung und Verschmelzung von Elementen verschiedener Kulturen mehrfach in den Blick. Die Künstlerin beschäftigen Fragen wie: Was erzählen uns Materialien wie Jute und Produkte wie Zucker, Kaffee, Kakao über Wirtschaft und Macht in einer globalisierten Welt? Wie hängt dies mit dem Autonomieanspruch der malerischen Abstraktion der Moderne zusammen? Und welche Ansätze verfolgt die Malerei heute, um sich selbst, ihre Geschichte und ihre vielfältigen Wechselverhältnisse zu reflektieren?

„Maja Vukojes Gemälde sind bunt, anziehend, manchmal irritierend, sie zitieren Dinge, die wir aus dem Alltag kennen oder aus dem Kunstmuseum, sie fordern unsere Wahrnehmung heraus, aber auch unsere Haltung. Und vor allem weisen ihre Gemälde Maja Vukoje als virtuose Malerin aus, die die Möglichkeiten dessen, was heute ein Bild sein kann, reflektiert und experimentell ausreizt“, so Kuratorin Luisa Ziaja.

In Maja Vukojes Ausstellung treffen tropische Früchte und andere Handelswaren mit kolonialen Spuren auf Symbole unseres digitalisierten Alltags und der Überwachung unserer Körper, Motive aus der Populärkultur begegnen ikonischen Werken der malerischen Abstraktion. In den dargestellten Motiven wie auch in den gewählten malereifremden Materialien und künstlerischen Verfahren betont die Künstlerin das Überschreiten medialer Grenzen.

In einer Reihe großformatiger gemalter Collagen kombiniert sie Motive aus unterschiedlichen Epochen und Kulturen mit solchen aus unserer Gegenwart: Masken aus dem Neolithikum mit Unterwäsche oder Hygieneartikel wie Toilettenpapier und Desinfektionsmittel – in der aktuellen Pandemie stark aufgeladene Gegenstände.

Die ikonische Serie Homage to the Square des Malers Josef Albers ist für Maja Vukoje ein wichtiger Bezugspunkt. Für die Ausstellung im Belvedere 21 erarbeitete die Künstlerin die mehrteilige ortsspezifische Intervention Nach Albers im Obergeschoss des Karl-Schwanzer-Pavillons: Industriell vorgefärbte Jutebahnen sind in spezieller Anordnung in die Gliederung der Innenfassade eingepasst. Sie entfalten ein lebendiges Spiel von Licht und Schatten, Farbe und Materialität. Für Passant_innen ist die Installation von Arsenalstraße und Schweizergarten aus Tag und Nacht wahrnehmbar und setzt so ein Signal im Außenraum.

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