Staatssekretär Brunner: „Impfen & Testen für ein Abheben der Luftfahrt“

Im Rahmen des Luftfahrtgipfels wurden Möglichkeiten und Maßnahmen zur Unterstützung für die heimische Luftfahrtbranche besprochen

Wien (OTS) - Die Luftfahrt wurde, wie kaum eine andere Branche, von der Corona Krise getroffen. Die Zahl der Airlines, die Wien anfliegen, hat sich von 75 auf nunmehr 38 annähernd halbiert. Die Flugbewegungen in Österreich nahmen um über 64% ab, während sich die Zahl der Passagiere an den heimischen Flughäfen sogar um drei Viertel verringerte. Aufgrund der starken Betroffenheit wurde auf nationaler und europäischer Ebene versucht, den Luftverkehrssektor bestmöglich in dieser Krise zu unterstützen. Dennoch ging die Bruttowertschöpfung der Luftfahrt in Österreich um 2,54 Mrd. EUR zurück und hat sich somit nahezu halbiert.

„Die Bundesregierung hat als Antwort auf die Krise zahlreiche Unterstützungsleistungen ins Leben gerufen. Maßnahmen wie Kurzarbeit und die Investitionsprämie kamen auch der Luftfahrtbranche zu Gute. Dank der Kurzarbeit konnten 95% der Jobs in der Branche erhalten bleiben, dennoch hat die Krise knapp 2.300 Arbeitsplätze gefordert“, so Staatssekretär Magnus Brunner.

Vor diesem Hintergrund hat Staatssekretär Magnus Brunner Vertreterinnen und Vertreter der Luftverkehrswirtschaft zum „Luftfahrtgipfel“ eingeladen: „Die Pandemie hat die Zeit in der Luftfahrt um 26 Jahre zurückgedreht. 75% weniger Passagiere in Österreich und europaweit die Hälfte der Flugzeuge am Boden. Die Lage ist existenzbedrohend und auch das nächste halbe Jahr wird uns noch einiges abverlangen, dennoch ist es wichtig, jetzt über den Neustart der Luftfahrt zu reden. Damit sich Airlines und Flughäfen entsprechend auf ein steigendes Verkehrsaufkommen vorbereiten können und Passagiere, wenn sich die Lage bessert, sicher von A nach B kommen. Denn die Reiselust ist spürbar und der nächste Sommer kommt bestimmt.“

Aus der Diskussion im Rahmen des Luftfahrtgipfels ergeben sich folgende Maßnahmenvorschläge:

„Doppeltest-Strategie für Hochrisikogebiete“

Aufgrund der Mutation des SARS-CoV-2-Virus hat Österreich Landeverbote für Länder wie Großbritannien und Südafrika verhängt. Diese haben zu einem erneuten Rückgang der Flugbewegungen geführt – knapp mehr als ein Drittel der Vorjahresflüge finden sich in den ersten Jänner-Wochen am europäischen Himmel. „Die Landeverbote sind als rasche Maßnahme wichtig, um eine starke Ausbreitung der unbekannten Mutationen zu verhindern. In einem weiteren Schritt ist nun jedoch wichtig, sich weg von Landeverboten und hin zu strengeren Beschränkungen für Einreisende aus Hochrisikoländern zu bewegen, wie seitens der EU-Kommission vorgeschlagen. Ziel ist es, alle Passagiere aus Hochrisikoländern, die Österreichischen Boden betreten, vor Abflug zu testen und dann gemäß der aktuellen Einreisebestimmung die Quarantäne antreten zu lassen, um eine doppelte Sicherheit zu gewährleisten“, so Brunner.

„Vorschlag für europäische Reiseregelungen: Jeder soll geimpft oder getestet sein“

Im Rahmen des Gipfels wurden darüber hinaus mögliche Optionen für ein sicheres Reisen in den Sommermonaten diskutiert. Weitgehend setzt die Branche Hoffnungen in flächendeckende Impf- & Testmöglichkeiten, um den ersehnten Aufschwung im Sommer zu erreichen. „Ziel ist es, dass alle Passagiere, die eine Flugreise antreten, einen negativen Test oder eine Impfung gegen Covid-19 vorweisen können. Im Rahmen der Arbeitsgruppe soll erarbeitet werden, wie die lückenlose Kontrolle in der Praxis funktionieren kann. Für die Umsetzung des Vorschlags werden europäische Partner gesucht, denn für unbürokratische Kontrolle und einfaches und sicheres Reisen braucht es einheitliche Standards“, so Brunner.

„Klar ist dabei aber auch: es geht nicht um eine Impfpflicht durch die Hintertür. Österreich setzt auf Freiwilligkeit in Bezug auf die Covid-Impfung. Für Menschen, die sich nicht impfen lassen können oder möchten, muss es ebenfalls Lösungen geben, wie bspw. Tests“, hält Brunner abschließend fest.

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