Alpe Adria: drei Regionen, eine Stimme

Seit zehn Jahren arbeiten Kärnten, Friaul-Julisch Venetien und Slowenien mit grenzüberschreitenden Projekten sehr erfolgreich zusammen, um Synergien im Tourismus zu schaffen.

Klagenfurt (OTS) - Bei der heutigen, digitalen Pressekonferenz mit Christian Kresse, GF Kärnten Werbung, Maja Pak, Direktorin des Slowenischen Fremdenverkehrsamtes, und Lucio Gomiero, Direktor Promo Turismo FVG, wurde Bilanz gezogen und die weitere Zusammenarbeit bekräftigt.

Der Startschuss für die Zusammenarbeit zwischen Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien fiel vor zehn Jahren mit dem Anspruch, die Region zwischen den Alpen und der nördlichen Adria zu fördern und den Tourismus durch gemeinsame Initiativen und Projekte weiterzuentwickeln. Im Rahmen der Pressekonferenz präsentierten die drei hochkarätigen Tourismusexperten einige der Erfolgsgeschichten dieser Tourismusregion ohne Grenzen, als Ergebnis dieser langjährigen, weitsichtigen und konstanten trilateralen Zusammenarbeit.

  • Der Fernwanderweg Alpe Adria Trail (AAT) führt über 750 Kilometer und in 43 Etappen auf grenzüberschreitenden Wanderwegen vom Großglockner über den italienischen und slowenischen Collio bis hin zur italienisch-istrischen Stadt Muggia. 24 Etappen verlaufen in Kärnten, 11 in Friaul-Julisch Venetien und 8 in Slowenien. 2016 wurde der AAT vom renommierten National Geographic Traveler Magazine zu den „Top Seven new Trails in the World“ gewählt, auf der „Tour Natur“ in Düsseldorf (2018) zu „Österreichs schönstem Weitwanderweg“. Mittlerweile führen den AAT 25Spezialreiseveranstalter aus neun verschiedenen Ländern (unter anderem USA, Japan, Großbritannien) in ihrem aktuellen Programm. Der Erfolg lässt sich auch an Zahlen messen: 99.000 Übernachtungen (+9 % zu 2018), davon rund 42.000 Nächtigungen auf den Kärntner Abschnitten des Trails, 20.000 Wanderer (+7 % zu 2018). Die Gesamtwertschöpfung beträgt 5,2 Mio. €, davon 2,9 Mio. € in Kärnten.
  • Die Alpe-Adria-Golf Card vereint die schönsten 20 Golfplätze der drei Regionen – landschaftlich vielfältig und mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. 14 Plätze befinden sich in Kärnten, 4 in Slowenien und 3 in Friaul-Julisch Venetien. Mehr als 13.000 Karten mit mehr als 55.000 Greenfees wurden seit der Einführung im Jahr 2014 ausgegeben. Die Alpe Adria Golf Card ist mit 3, 4 oder 5 Greenfees erhältlich.
  • 2019 stellten sich die 3 Länder gemeinsam in einer Sonderausgabe des Falstaff Magazins vor, bei der Präsentation in Wien konnten sich Reisejournalisten, Reiseveranstalter und Opinion Leader aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen vom breiten Gastronomie- und Weinangebot, das alle drei Regionen vereint, vor Ort überzeugen. Im März 2020 wurde gemeinsam ein monothematisches Magazin des Deutschen Alpenvereins (DAV Panorama) „Alpe-Adria“ realisiert, welches mit einer Auflage von mehr als 400.000 Stück an die DAV-Mitglieder versandt wurde.

Es gibt auch viele bilaterale Projekte, mit denen Erfolgsgeschichte geschrieben wurde, z. B.

  • Der 410 Kilometer lange Alpe-Adria-Radweg / Ciclovia Alpe Adria ist eine stolze Errungenschaft, die aus der Zusammenarbeit zwischen der Region Friaul-Julisch Venetien und Kärnten entstanden ist und mittlerweile von rund 180.000 Radfahrern pro Jahr (Tages- und Mehrtagesgästen) genutzt wird. Er startet in Salzburg und lotst die Radler quer durch Kärnten bis an die Obere Adria. Die Strecke innerhalb von Kärnten ist besonders attraktiv, da sie ab der Tauernschleuse in Mallnitz überwiegend abschüssig verläuft. Das Wechselspiel der Landschaft beeindruckt: Von mächtigen Bergen bis zu sonnigen Tälern und warmen Badeseen. Über das Kanaltal, auf den Trassen der ehemaligen k+k Eisenbahn geht es über Udine und Aquileia bis nach Grado. 232 Kilometer in Österreich und 184 Kilometer in Friaul-Julisch Venetien. Pauschalangebote bieten die Kärntner Reiseveranstalter Kärnten Radreisen und Alps2Adria sowie das österreichische Unternehmen Donautouristik.
  • Ein Projekt aus der Partnerschaft zwischen Friaul-Julisch Venetien und Slowenien ist der „Weg des Friedens”, der als bestes europäisches Interreg-Projekt des Jahres 2020 ausgezeichnet wurde. Ein neuer Weg, der den Geschehnissen des 1. Weltkrieges mit besonderem Bezug auf die Isonzofront gewidmet ist.
  • Gleich vier Länder – Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien – verbindet der Drauradweg (R1). 510 Kilometer – 222 davon in Kärnten – schlängelt er sich vom Toblacher Feld in Südtirol bis an die kroatisch-slowenische Grenze bei Varaždin bzw. Legrad. Einheitlich beschildert, bestens ausgebaut (Asphalt, Feinschotterbelag), größtenteils entlang der Drau und inmitten einer abwechslungsreichen Landschaft mit Bergen und warmen Badeseen. Beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) wird der Drauradweg (Abschnitt Toblach bis Lavamünd) seit 2016 als 5-Sterne-Qualitätsradtour geführt. Jüngste Auszeichnung ist der Bike&Travel Award 2021, bei dem sich der Drauradweg unter 70 europäischen Radwegen (in vier Kategorien) als einzige Radstrecke Österreichs am Stockerlplatz positionieren konnte. Pro Jahr sind rund 180.000 Radfahrer (Tages- und Mehrtagesgäste) am Drauradweg unterwegs.

Zudem ist die Zusammenarbeit von Friaul-Julisch Venetien, Kärnten und Slowenien auch in öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen zum Ausdruck gekommen, über die in langen Beiträgen in Fachzeitschriften wie Falstaff (Österreich) berichtet wurde. Gemeinsame Presseaktivitäten, wie der Alpe Adria Trail Motivationstag, Einzelrecherchen und Gruppenpressefahrten haben mit dazu geführt, dass internationale Journalisten auf die Besonderheiten der Region aufmerksam geworden sind und mit Print- und Digitalberichten ein breites Publikum erreichen und begeistern konnten.

Statement Christian Kresse, GF Kärnten Werbung: „Drei Sprachen, drei Länder aber eine gemeinsame Kultur, diese Kooperation leben wir seit nunmehr zehn Jahren sehr erfolgreich und sind Vorbild für andere grenzüberschreitende Projekte. Wir sind sehr stolz, dass Gäste den Alpe Adria Raum immer mehr als eine Urlaubsregion und ein Sehnsuchtsziel entdecken, was in diesen besonderen Zeiten eine noch bedeutendere Rolle spielt. Die Zusammenarbeit von Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien wird auch in den nächsten Jahren die touristische Angebotsentwicklung aller drei Länder prägen.“

Statement Maja Pak, Direktorin des Slowenischen Tourismusverbandes: "Vor zehn Jahren haben wir den Alpe-Adria-Trail ins Leben gerufen, der vielfältige, aktive Erlebnisse von den Alpen bis zur Adriaküste bietet. Das war auch der Beginn einer hervorragenden Partnerschaft zwischen den drei Ländern und der gemeinsamen Entwicklung und Förderung von touristischen Produkten der Alpe-Adria-Region, die wir im Bereich Golf und Gastronomie ausgebaut haben. Die größte Belohnung und Bestätigung der erfolgreichen Partnerschaft ist die wachsende Zahl zufriedener Gäste, die wir gewinnen konnten. Durch die Entwicklung nachhaltiger Tourismusprodukte, die zu aktiven und nicht massenhaften Erlebnissen in unberührter Natur einladen, haben wir eine gute Grundlage geschaffen, um Gäste für die Zeit, in der Reisen wieder möglich ist, einzuladen. Die Partnerschaft der drei Regionen zwischen Slowenien, dem österreichischen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien ist sicherlich ein Beispiel für eine gute Praxis. In Zeiten voller Herausforderungen haben solche Verbindungen und Partnerschaften definitiv an Wert gewonnen, da sie Grenzen überwinden."

Statement Lucio Gomiero, Direktor Promo Turismo FVG:„Die vereinigte Alpe-Adria-Region hat alle Voraussetzungen, das neue Reiseziel in der Post-Covid-Ära zu werden. Dank ihrer Vorzüge als Destination abseits des Overtourism, mit geringer Bevölkerungsdichte, weiten Flächen und intakter Natur. Die Touristen werden nachhaltige Urlaube bevorzugen, an Orten, die als sicher wahrgenommen werden, an Reisezielen, die in der Nähe liegen, echt sind und noch entdeckt werden müssen. Deshalb feiern wir diese Jahre der Zusammenarbeit. Wir freuen uns aber vor allem auf die nächsten 10 Jahre der Zusammenarbeit, indem wir an Aktivitäten arbeiten, die uns auch in weiter entfernten Märkten positionieren.”

Ausblick

Berge, Seen und Meer, Kunst- und Kultur, Kulinarik und Gastfreundschaft. Mit landschaftlichen und länderspezifischen Gegebenheiten hat die Alpe Adria Region die Möglichkeit, sich das ganze Jahr über als Unikat auf der internationalen Ebene zu präsentieren. Aus diesem Bewusstsein heraus wurde auch für die kommenden 10 Jahre ein Schulterschluss zur Zusammenarbeit der Regionen gefunden.

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Barbara Tschöscher
Unternehmenskommunikation
Kärnten Werbung GmbH
Barbara.tschoescher@kaernten.at
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