Lebensmittel-Kennzeichnung: Entwurf von Bio-Gastronomen & IFOAM Europe umfasst alle Forderungen des Tierschutzvolksbegehrens

Art und Ort der Erzeugung von Fleisch, Milch und Eiern muss für Konsumenten leicht erkennbar sein, Gastronomie ist Bestandteil der Gemeinschaftsverpflegung

Wien (OTS) - Der heute von Bio-Gastronomen vorgelegte und vom europäischen Dachverband der Bio-Landbaubewegung IFOAM Organics Europe unterstützte Entwurf für eine Verordnung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln nach Herkunft & Erzeugungsart, umfasst alle vom Tierschutzvolksbegehrens geforderten Punkte. IFOAM EU ist die Dachorganisation von über 210 Mitgliedsorganisationen in 34 europäischen Ländern und wirkt als Vertretung der Erzeuger, Verarbeiter und Händler ökologischer Lebensmittel.

Ohne dem aktuell laufenden außerparlamentarischen Konsultationsprozess im Vorfeld der Behandlung des Volksbegehrens im Nationalrat vorgreifen zu wollen, unterstreicht die Bürgerinitiative oekoreich die Wichtigkeit der Berücksichtigung der Erzeugungsart. Außerdem muss dabei zwingend die Gastronomie inkludiert sein, alleine schon wegen der EU-Definition von Gemeinschaftsverpflegung und damit der rechtlichen Notwendigkeit. Der Entwurf der „Die BiowirtInnen“ und der „Ramsauer Bioniere“ umfasst beides.

97 Prozent der Eier in verarbeiteten Produkten, 100 Prozent der Milch im Mozzarella und 80 Prozent des Kalbfleisches in der Gastronomie stammen aus dem Ausland. Sie wurden unter Standards erzeugt, die weit unter jenen in Österreich liegen, oftmals stammen die Zutaten sogar von außerhalb der Europäischen Union. Als Konsumenten haben wir bislang keine Chance zu erkennen, woher unsere Lebensmittel stammen und wie sie erzeugt wurden. Nur so könnten wir aber mit einem Griff ins Regal tatsächlich Einfluss nehmen auf Tierwohl, Klimaschutz und Stärkung der heimischen Landwirtschaft. Dabei darf auch der wichtige Außer-Haus-Bereich nicht ausgeklammert werden, immerhin versorgen sich Millionen Menschen täglich in Gastronomie und öffentlichen Küchen. Auch dort müssen wir schnell und einfach erkennen können, was uns aufgetischt wird. Dem systematischen Betrug muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Es braucht endlich eine verpflichtende Kennzeichnung nach Herkunft & Erzeugungsart bei verarbeiteten Produkten sowie in der Gemeinschaftsverpflegung“ so Sebastian Bohrn Mena, Bundeskoordinator von oekoreich, Nachfolge-Initiative des Tierschutzvolksbegehrens.

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