Grüne / Schwarz: Industriellenvereinigung auf dem fossilen Holzweg

Automobilindustrie muss auf E-Mobilität umstellen oder tausende Jobs sind bedroht

Wien (OTS) - „Nicht nur das Klima, sondern auch bis zu 75.000 hochwertige Arbeitsplätze in der Automobilindustrie stehen auf dem Spiel, sollte sich Österreich nicht schnell dem internationalen Trend hin zur Elektromobilität anpassen. Innerhalb von zehn Jahren müssen daher alle Neuwägen emissionsfrei sein“, fordert Jakob Schwarz, Sprecher der Grünen für Budget und Steuern, bezugnehmend auf das heute präsentierte Positionspapier der Task Force "Fahrzeugindustrie" der Industriellen Vereinigung (IV).

An der Oberfläche wirkt die aktuelle Position der IV innovativ und nachhaltig. Wenn man aber genauer hinsieht wird klar, dass fossilen Antrieben hier immer noch zu viel Hoffnung gegeben wird. „Die Revolution, die am Automobilmarkt weltweit vor sich geht, ist der österreichischen Automobilbranche bewusst. Manager*innen wissen: die Zeit der fossilen Brennstoffe ist vorüber“, hält Schwarz fest.

Ford und Jaguar Land Rover werden bis 2030 nur mehr E-Autos produzieren, und auch Volkswagen mit der Transformation 25+, Volvo, General Motors und weitere haben ihre Strategie für einen Umstieg bereits aufgezeigt. „An wen sollen österreichische Zulieferer noch Komponenten für fossile Antriebe liefern, wenn bei den Autoproduzenten die durchgängige Transformation zur Elektromobilität schon voll im Gange ist?“, fragt Schwarz.

Auch in Österreich geht der Trend klar in Richtung Elektromobilität. Die aktuellsten Zahlen der Statistik Austria zeigen, dass der Anteil von PKW mit Elektroantrieb 2021 verglichen mit dem Vorjahr um mehr als 200 Prozent gestiegen ist.

„Die klimafreundliche Reform der NoVa wird den Trend zur E-Mobilität auch noch verstärken. Gerade beim Fahrzeugkauf haben die Käufer*innen die Wahl und können sich für das günstigere und klimafreundlichere Fahrzeug entscheiden. Die Zukunft gehört eindeutig der Elektromobilität“, meint Schwarz.

In Österreich bietet der Umstieg auch enormes Potenzial. Die E-MAPP 2 Studie des Fraunhofer Austria Institut zeigt, dass Österreich vom Wandel in der Automobil- Industrie profitieren könnte. Mehr Wertschöpfung und Beschäftigung ist aufgrund des hohen industriellen Know-hows möglich.

„Wir dürfen jetzt keine Zeit verschwenden. Es braucht Transformation: Einen Strategiewechsel bei den betroffenen Unternehmen, Umschulungsangebote, einen CO2-Preis - um weitere Anreize für den Umstieg auf E-Mobilität zu schaffen - sowie Investitions-Unterstützung", fordert der Sprecher der Grünen für Budget und Steuern.

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