BELVEDERE 21: LOIS WEINBERGER. Basics

Letzte Ausstellung des 2020 verstorbenen Künstler von 2. Juli bis 24. Oktober 2021 im Belvedere 21 und Skulpturengarten

  • Lois Weinberger war einer der großen Weisen der zeitgenössischen Kunst, er hat ökologisches Denken avant la lettre als philosophische Disziplin aufgefasst. Mit dieser letzten von Lois Weinberger konzipierten Ausstellung geht die Verantwortung einher, sein Werk nicht nur zu würdigen, sondern auch in seiner Relevanz lebendig zu halten
    Stella Rollig, Generaldirektorin Belvedere
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  • Sein Blick auf Grundsätzliches – das Verhältnis des Menschen zur Natur, die Relativität des Daseins, die Subjektivität menschlicher Maßstäbe – ist vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Debatten über Klimawandel und Umweltschutz relevanter denn je. Weinberger rückt Überlegungen von der Peripherie ins Zentrum, die uns unsere als selbstverständlich erachtete Herrschaft über die Umwelt überdenken lassen. Er nimmt dabei viele Wege, die ein poetisch-politisches Netzwerk bilden, das nicht einfach zu fassen ist.
    Severin Dünser, Kurator der Ausstellung
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Wien (OTS) - Lois Weinberger gilt als Vordenker einer anderen, künstlerischen Ökologie. Ab den 1990er-Jahren prägte er den Diskurs über das Verhältnis von Natur und Kultur wesentlich mit. Das Belvedere 21 präsentiert mit Basics die letzte Ausstellung, für die Lois Weinberger noch bis kurz vor seinem unerwarteten Tod im April 2020 eine Auswahl von Arbeiten und Texten zusammengestellt hat.

Generaldirektorin Stella Rollig: „Lois Weinberger war einer der großen Weisen der zeitgenössischen Kunst, er hat ökologisches Denken avant la lettre als philosophische Disziplin aufgefasst. Mit dieser letzten von Lois Weinberger konzipierten Ausstellung geht die Verantwortung einher, sein Werk nicht nur zu würdigen, sondern auch in seiner Relevanz lebendig zu halten.

Im Innen- und Außenraum des Belvedere 21 sind ab morgen mehr als einhundert Werke des Künstlers von den 1970er-Jahren bis 2020 zu sehen, fast alle davon werden erstmals in Wien gezeigt.

In seinem künstlerischen Werk behandelte Lois Weinberger (1947–2020) existenzielle Fragen zum Verhältnis von Mensch und Welt: Welche Bedeutung haben kulturelle Prägung, persönliche und familiäre Geschichte, geografische Gegebenheiten? Welche Auswirkungen hat die Entfremdung von der Natur? Sind Kultur und Natur überhaupt ein Gegensatzpaar? Können wir unser Sein außerhalb der Natur denken?

Weinberger zog aus einem Tiroler Bauernhof aus, um vom Kunstschmied und Schlosser zum Schauspieler und schließlich zum bildenden Künstler zu werden. Seine Sozialisation erfolgte vor dem Hintergrund der 68er-Bewegung. Die Ausstellung des zweifachen documenta-Teilnehmers erstreckt sich über das Erdgeschoss sowie den Skulpturengarten des Belvedere 21 und umfasst Arbeiten auf Papier, Fotografien, Skulpturen und Objekte, Malerei, zwei Videos sowie sechs Installationen im Außenbereich. Ab Herbst 2018 arbeitete der Künstler an der Konzeption seiner zweiten Ausstellung im Pavillon von Karl Schwanzer. Franziska Weinberger, seit den 1990er-Jahren künstlerisch und privat an seiner Seite, nahm seine Ideen auf und setzte sie gemeinsam mit dem Kurator um. Sie war bei der heutigen Pressekonferenz im Belvedere 21 anwesend.

Kurator Severin Dünser über Lois Weinberger: „Sein Blick auf Grundsätzliches – das Verhältnis des Menschen zur Natur, die Relativität des Daseins, die Subjektivität menschlicher Maßstäbe – ist vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Debatten über Klimawandel und Umweltschutz relevanter denn je. Weinberger rückt Überlegungen von der Peripherie ins Zentrum, die uns unsere als selbstverständlich erachtete Herrschaft über die Umwelt überdenken lassen. Er nimmt dabei viele Wege, die ein poetisch-politisches Netzwerk bilden, das nicht einfach zu fassen ist.

Den Titel Basics legte Lois Weinberger selbst fest, entlehnt ist er seiner Arbeit Basics – die Idee einer Ausdehnung.

Im Ausstellungsraum lädt eine Leseecke dazu ein, Einblick in eine Auswahl aus Weinbergers Bibliothek zu nehmen und sein Interesse an disziplinübergreifenden Werken und ganzheitlichen Ansätzen nachzuvollziehen.

Nähere Informationen zur Ausstellung und Pressefotos finden Sie HIER.

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