BELVEDERE: Raden Saleh, Osman Hamdi Bey und Hakob Hovnatanyan. Kunst von Welt in der Sammlung des Belvedere

IM BLICK Ausstellung von 9. September 2021 bis 27. März 2022 im Oberen Belvedere

  • Diversität und Pluralität spielen heute zu Recht eine immer größere Rolle im Museum. Das Belvedere wirft mit dieser Ausstellung einen multiperspektivischen Blick auf das historische Schaffen von Künstlern an den Schnittstellen unterschiedlicher Kulturen. In Saleh, Hamdi Bey und Hovnatanyan finden wir hochkarätige, im Kontext unserer Sammlung bislang kaum gewürdigte Künstler an der Schwelle zur Moderne.
    Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere
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  • Bis vor wenigen Jahren waren diese drei Werke außereuropäischer Herkunft die einzigen im Bestand des Belvedere, die sich in den Zusammenhang der Sammlung nicht so recht einfügen ließen. Dennoch sind sie museale Hauptwerke bedeutender Künstler, deren Biografien ebenso spannend sind wie ihre Bilder. Gemeinsam ist ihnen, dass sie mit ihrem Schaffen die vermeintlichen Grenzen zwischen den Kulturen ihrer Herkunftsländer und Europas aufbrachen. Sie repräsentieren einen Blick auf die europäische Kunst von außen und ermöglichen uns, das gewohnte eurozentristische Weltbild ein Stück weit infrage zu stellen.
    Markus Fellinger, Kurator der Ausstellung
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Wien (OTS) - Das Belvedere stellt drei bislang wenig gezeigte Werke seiner Sammlung vor – gemalt von Pionieren der modernen Malerei ihrer Herkunftsländer: Raden Saleh, Osman Hamdi Bey und Hakob Hovnatanyan.

Generaldirektorin Stella Rollig: Diversität und Pluralität spielen heute zu Recht eine immer größere Rolle im Museum. Das Belvedere wirft mit dieser Ausstellung einen multiperspektivischen Blick auf das historische Schaffen von Künstlern an den Schnittstellen unterschiedlicher Kulturen. In Saleh, Hamdi Bey und Hovnatanyan finden wir hochkarätige, im Kontext unserer Sammlung bislang kaum gewürdigte Künstler an der Schwelle zur Moderne.

Das Belvedere wendet sich mit dieser Im Blick-Ausstellung aus neuer Perspektive einer Epoche zu, in der die europäische Kunstwelt im Umbruch war. Im Fokus stehen die drei großformatigen Bilder Kämpfende Tiger über der Leiche eines Javaners (Saleh), Über den Koran meditierend (Hamdi Bey) und Naser ad-Din, der Schah von Persien (Hovnatanyan). Die Werke gelangten kurz nach ihrer Entstehung nach Wien. Seitdem im Bestand von Wiener Museen (zunächst des Kunsthistorischen Museums, später des Belvedere), waren sie die meiste Zeit in Depots untergebracht. Wie kam es zur „Unsichtbarkeit“ dieser Schlüsselwerke von Künstlern, die aus dem Zusammenspiel von europäischer Ausbildung und den Maltraditionen ihrer Länder ihren ganz eigenen künstlerischen Stil schufen?

Kurator Markus Fellinger: Bis vor wenigen Jahren waren diese drei Werke außereuropäischer Herkunft die einzigen im Bestand des Belvedere, die sich in den Zusammenhang der Sammlung nicht so recht einfügen ließen. Dennoch sind sie museale Hauptwerke bedeutender Künstler, deren Biografien ebenso spannend sind wie ihre Bilder. Gemeinsam ist ihnen, dass sie mit ihrem Schaffen die vermeintlichen Grenzen zwischen den Kulturen ihrer Herkunftsländer und Europas aufbrachen. Sie repräsentieren einen Blick auf die europäische Kunst von außen und ermöglichen uns, das gewohnte eurozentristische Weltbild ein Stück weit infrage zu stellen.

Die in der Ausstellung gezeigten Bilder wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus dem ehemaligen Bestand der kaiserlichen Gemäldesammlungen in das Belvedere überführt. Ihre Einordnung in den Kanon eurozentristisch geprägter Kunstgeschichte fällt bis heute schwer. Im Kunsthandel erzielen Werke der drei Künstler mittlerweile Millionenbeträge.

Die Reihe Im Blick stellt das Schaffen der drei Persönlichkeiten näher vor und leuchtet die Hintergründe ihrer Arbeiten aus. Ein spezielles Augenmerk gilt dabei der Ausprägung künstlerischen Wirkens zwischen europäischen und asiatischen Kulturtraditionen.

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