ÖHV-Reitterer: Fokus bei Steuerreform auf Mittelstand

Initiativen für eine echte Lohnnebenkostensenkung fehlen in der politischen Debatte. Dabei sollten KMU zuallererst entlastet werden

Wien (OTS) - „Mit der angekündigten großen Steuerreform können wir“, so Michaela Reitterer, Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung, „das Ruder in der Arbeitsmarkt-, Standort- und Umweltpolitik ein Stück weit herumreißen: Setzen wir um, was seit Jahrzehnten versprochen wird, entlasten wir Arbeit und KMU mit einer echten ökosozialen Steuerreform.“ Doch nach allem, was bisher bekannt ist, können uralte Folder mit Versprechen einer „spürbaren Lohnnebenkostensenkung“ aus den Kellern der Parteibüros geholt und für den nächsten Urnengang entstaubt werden: „Wenn es ans Eingemachte geht, ist davon wieder einmal keine Rede.“

Viel Entlastungspotenzial: Abgabenquote in 22 EU-Mitgliedsstaaten niedriger

Dabei hat Österreich mit einer Steuer- und Abgabenquote von 42,4% – gegenüber 40,6% im EU-Durchschnitt – genug Spielraum für Entlastungen. 22 von 27 EU-Mitgliedern liegen vor Österreich. Wie viele Plätze mit der angekündigte Reform gutgemacht werden, ist noch offen. In jedem Fall, so Reitterer, gehe es damit in die richtige Richtung.

Reitterer: Bei Entlastung zuerst an mittelständische Arbeitgeber denken

Ideen zur Entlastung mittelständischer Arbeitgeber sind in der aktuellen politischen Debatte echte Mangelware. Von den kolportierten 100 Mio. Euro Freibetrag für Mitarbeiterbeteiligungen werden sie nicht profitieren: Die haben sie kaum. „KMU hören ständig von allen, sie sollen besser zahlen. Unterstützung aus Steuergeldern dafür bekommen aber ausgerechnet die, die sich jetzt schon leichter tun“, wünscht sich die Arbeitgebersprecherin ein Um- und Weiterdenken: „KMU haben keine Gruppenbesteuerung, nutzen keine Steueroasen oder Konstruktionen mit Lizenzgebühren. Sie sind Vollzahler. An sie müssen wir bei Entlastung als erstes denken.“

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