Dramatische Auswirkungen des Mitarbeitermangels auf die finanzielle Situation touristischer Betriebe

Viele Unternehmen reduzieren bereits die Belegung in der Hauptsaison, stellen das A-La-Carte-Geschäft ein und bekommen Probleme bei Kreditbedienung und Investitionen.

Die touristischen Betriebe in Österreich stehen in der kommenden Wintersaison vor einem in dieser Größenordnung noch nicht bekannten Problem: Die Nachfrage der Gäste ist ausgezeichnet, schlicht es fehlt das Personal, diese professionell zu betreuen.
Josef Kirchmair, Vorstand und Gründungsmitglied von ATRACT

Mils bei Hall (OTS) -Die touristischen Betriebe in Österreich stehen in der kommenden Wintersaison vor einem in dieser Größenordnung noch nicht bekannten Problem: Die Nachfrage der Gäste ist ausgezeichnet, schlicht es fehlt das Personal, diese professionell zu betreuen.“, erklärt Josef Kirchmair, Vorstand und Gründungsmitglied von ATRACT. So kann beispielsweise ein Betrieb in einem Top Skigebiet nur mehr 75 bis 80 % seiner Kapazität an Reservierungen annehmen, weil zahlreiche Mitarbeiter für den Winter fehlen. Gerade durch diese restlichen 20 % kann aber der notwendige Cash Flow erwirtschaftet werden, der dringend für alle Arten von Investitionen resp. Bedienung der Darlehen benötigt wird. In der Hauptsaison wird jener Gewinn erwirtschaftet, der dem Betrieb den nötigen Handlungsspielraum für das betriebswirtschaftliche Überleben und Wachstum ermöglicht.

Für das betriebswirtschaftliche Ergebnis touristischer Betriebe und damit für deren Fortbestehen wird der Mitarbeitermangel derzeit noch stark unterschätzt. Dieser hat u.a. folgende dramatische Auswirkungen:

Ohne Cash Flow keine Ersatzinvestitionen und Kreditrückzahlungen möglich

Sämtliche Investitionen, größere Reparaturen und Instandhaltungen sowie Ersatzinvestitionen werden erst durch eine starke Ertragskraft der Betriebe möglich. Alle Budgets und vor allem Wirtschaftlichkeitsrechnungen, die zur Bedienung von Darlehen – Jahre zuvor - erstellt wurden, basieren auf einer annähernden Vollauslastung gerade in der Hauptsaison.

Einstellen des A-la-Carte-Geschäfts

Das A-la-Carte-Geschäft muss in vielen Betrieben in der Hauptsaison reduziert oder gänzlich eingestellt werden. Auch wird in der Hauptsaison der höchste Deckungsbeitrag in den Unternehmen erwirtschaftet.

Zusätzliche Kosten für Mitarbeitsuche und Überstunden

Obwohl die Kosten für die Mitarbeitersuche aktuell stark steigen, bleibt diese meist erfolglos. Bei den bereits beschäftigten Mitarbeitern lassen sich die Arbeitsstunden nicht beliebig erhöhen. Mit 48 Wochenstunden wird nicht nur eine gesetzliche Obergrenze erreicht, Überstunden über einen längeren Zeitraum bedingen neben Stress für den einzelnen Mitarbeiter durch die hohe Arbeitsbelastung auch Konflikte im Team sowie höhere Kosten durch die Überstunden.

Erschwerte Betriebsübergabe

Viele Familienbetriebe sollen in den nächsten Jahren hausintern weitergegeben werden. Die junge Generation lehnt jedoch aufgrund der wachsenden Probleme im Personalbereich immer öfter eine Übernahme ab.

ATRACT: Neuer Ansatz bei der Mitarbeitersuche

Um all die oben angesprochenen Probleme zu lösen, wurde 2020 ATRACT gegründet. ATRACT ist eine Gemeinschaft von aktuell 29 Hoteliers und Gastronomen, die innovativ an der Lösung des eklatanten Mitarbeitermangels arbeitet und verfügt über einen Pool an Tourismus-Mitarbeitern aus ganz Europa. Neben den Mitarbeitern müssen sich bei ATRACT auch die Arbeitgeber wie Hotels und Gastronomiebetriebe hinsichtlich einer wertschätzenden Unternehmenskultur oder im Umgang mit multikulturellen Teams qualifizieren. Kirchmair: „Daher erhalten auch nur ATRACT Mitglieder die Möglichkeit Mitarbeiter aus dem ATRACT Pool für ihr Unternehmen zu gewinnen.“

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Karin M. Lindner
Vorstand & Gründungsmitglied
ATRACT - Your Job in Tourism
Tel. +43 512 259260 21, Gewerbepark 3, 6068 Mils
kml@atract.at
www.atract.at, www.facebook.com/atract.jobs

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