Erfolg für VIER PFOTEN: Ende der Pferdekutschen in der jordanischen Felsenstadt Petra

Elektromobilität ersetzt Tierquälerei

ir sind sehr glücklich, dass die lokale Behörde den tierquälerischen Bedingungen für Hunderte von Pferden ein Ende setzt. Die Fuhrwerke mit den Tourist:innen, die von den Pferden über Schotterwege gezogen wurden, waren oft mehrere hundert Kilo schwer. Die Belastung der Gelenke war für die Tiere enorm. Seit 2015 mussten wir deshalb rund 1.000 Behandlungen an den Tieren durchführen, die sich während der schweren Arbeit an Knien, Hufen oder anderen Körperteilen verletzt hatten.
Robert Hengl, Projektverantwortlicher bei VIER PFOTEN

Wien (OTS) - Elektromobilität ersetzt Tierquälerei: In der weltbekannten jordanischen Felsenstadt Petra, seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe, fahren Tourist:innen seit kurzem in elektrischen Golfwägen statt in Pferdekutschen. Für VIER PFOTEN ist das ein großer Erfolg. Die globale Tierschutzorganisation, die ihren Hauptsitz in Wien hat, setzt sich bereits seit 2015 für die Tiere vor Ort ein. Gemeinsam mit den lokalen Partnern, der Princess Alia Foundation (PAF) und der Tourismusbehörde von Petra (PDTRA), hat sie erreicht, dass die oft hunderte Kilogramm schweren Kutschen nicht mehr von Pferden gezogen werden. Die neuen, umweltfreundlichen „Club Cars“, die die Behörde Ende 2019 erworben hat, sind täglich im Einsatz und befördern bis zu sechs Personen gleichzeitig.

VIER PFOTEN konnte gemeinsam mit den Partnern bereits in den letzten sechs Jahren einige Erfolge für die Pferde in Petra verzeichnen, wie etwa neue Stallungen und ein Wasserableitsystem. Weiters wurde das Leben von mehr als 800 Pferden durch Gesundheitsüberprüfungen, Behandlungen und Therapien verbessert. Das erfolgreiche Projekt wird laut aktueller Planung noch mindestens drei Jahre fortgeführt.

Robert Hengl, Projektverantwortlicher bei VIER PFOTEN, sagt: „Wir sind sehr glücklich, dass die lokale Behörde den tierquälerischen Bedingungen für Hunderte von Pferden ein Ende setzt. Die Fuhrwerke mit den Tourist:innen, die von den Pferden über Schotterwege gezogen wurden, waren oft mehrere hundert Kilo schwer. Die Belastung der Gelenke war für die Tiere enorm. Seit 2015 mussten wir deshalb rund 1.000 Behandlungen an den Tieren durchführen, die sich während der schweren Arbeit an Knien, Hufen oder anderen Körperteilen verletzt hatten.

Pferde bleiben, aber in artgemäßer Haltung

Die Pferde werden auch weiterhin das Bild von Petra prägen, allerdings in artgemäßer Haltung und ohne die extreme Belastung. Ausschließlich einzelne Tourist:innen dürfen nun getragen werden. Dr. Suleiman A.D. Farajat, Hauptkommissar der PDTRA, erklärt: „Dieser Schritt ist Teil eines umfassenden Plans zur Umgestaltung der touristischen Dienstleistungen, einschließlich des Transports innerhalb der Weltkulturerbestätte Petra. Elektroautos und -busse wurden eingeführt, ohne die Einheimischen ihrer Einkommensquelle zu berauben. Dies wird nicht nur den Tierschutz und das Erlebnis für die Tourist:innen verbessern, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen. PDTRA schätzt die Zusammenarbeit mit VIER PFOTEN und seinen Partnern und wird sie zum Wohle des Weltkulturerbes und der Pferde fortsetzen."

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