BHÖ: Naturdenkmal im Wiener Augarten bleibt erhalten

200 Jahre alte Platane kann bleiben - Zeichen für Artenschutz

Wien (OTS/BHÖ) - Dank umsichtiger Baumpflege und konstruktiver Gespräche zwischen den verantwortlichen Stellen bleibt eine mehr als 200 Jahre alte Platane im Wiener Augarten erhalten. Auf dem Areal der Wiener Sängerknaben im Augarten stehen drei mehr als 200 Jahre alte und über 20 Meter hohe Platanen. Einer dieser Bäume war durch seinen altersbedingt beeinträchtigen Zustand besonders bei schlechter Witterung ein Sicherheitsrisiko für die Schüler der unmittelbar benachbarten Volksschule. Die Krone musste daher umfassend zurückgeschnitten werden. Beim Kronenrückschnitt wurde mit größter Achtsamkeit vorgegangen. Der Baum war seit Jahren mit dem Zunderschwamm, einem holzfressenden Pilz, befallen, der ihn im Lauf der Zeit stetig aushöhlte. Da die Hohlräume im Baum gerne von Fledermäusen genutzt werden, wurden diese im Zuge der Arbeiten kontrolliert, um keines der streng geschützten Tiere zu gefährden.

Bereits um 1980 wurde mit bautechnischen Lösungen versucht, die Stabilität der Platane sicherzustellen. Nach der Einschätzung von Experten, die von der Burghauptmannschaft Österreich hinzugezogen wurden, reichten diese mittlerweile nicht mehr aus und die Entfernung des Baumes wurde empfohlen. In Gesprächen mit den zuständigen Magistratsabteilungen der Stadt Wien hat man sich jedoch darauf geeinigt, den Baum als Naturdenkmal und Habitat zu erhalten. „Wir freuen uns, den Baum erhalten zu können und damit auch ein Zeichen für den Artenschutz im Augarten setzen zu können. Die Erhaltung des Augartens als Naherholungsgebiet und Grünraum ist uns ein zentrales Anliegen.“, so Burghauptmann Reinhold Sahl. "Die Platanen sind besondere Bäume, fast wie Freunde. Ich war selbst Sängerknabe im Augarten, wir haben als Kinder immer um sie herum Verstecken und Fangen gespielt. Es freut mich, dass der Baum als Naturdenkmal erhalten werden kann - er gehört einfach zu uns und wird hoffentlich weiter von vielen Tieren bevölkert.", zeigt sich auch der künstlerische Leiter der Wiener Sängerknaben, Professor Gerald Wirth, erfreut.

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