Hörl: Bald kennt jeder jemanden, der sich nicht mehr auskennt!

Neue Einreiseverordnung überrumpelt das Land und sorgt für Verärgerung – Mückstein ist aufgefordert Schaden zu minimieren

Innsbruck (OTS) - „Eigentlich hätten wir leider schon genügend Wellen und damit Erfahrung gehabt, um keine Last-Minute-Aktionen mehr zu starten, die mehr verwirren als helfen“, findet der Tiroler Wirtschaftsbundobmann NR Franz Hörl klare Worte zur gestern Abend veröffentlichten Novelle zur Einreiseverordnung, die bereits mit Montag in Kraft treten soll. „Alles was dazu dient, ohne Lockdown die Ausbreitung der Omikron-Variante einzudämmen, muss getan werden. Unverständlich bleibt jedoch, warum das bei uns immer um 5 vor 12 geschehen muss und ohne Abstimmung mit der Wirtschaftskammer, die seit über 21 Monaten die katastrophale Kommunikation des Gesundheitsministeriums für die Unternehmerinnen und Unternehmer ausbügelt“, so Hörl in Richtung des zuständigen Gesundheitsministers Wolfgang Mückstein.

„Nicht einmal das Ergebnis dieser Nacht-und-Nebel-Aktion ist zufriedenstellend. Die Novelle ist legistisch sogar so miserabel, dass nicht einmal die kommunizierte 3G-Ausnahme für Pendler noch sicher ist, weil auf diese Ausnahme im Gesetz nicht mehr explizit Bezug genommen wird“, so Hörl, der den ExpertInnen der Wirtschaftskammer dankt, die heute schon mit Anfragen von verständlich verärgerten UnternehmerInnen überhäuft wurden. „Und auch in den Rezeptionen glühen die Telefone. Qualifizierte Auskünfte zu erteilen, ist aber angesichts der vielen offenen Fragen nicht möglich. Vor allem Gäste, die eine mehrtätige Anreise auf sich nehmen – wie zum Beispiel viele Menschen aus Holland – müssten nun auf dem Weg noch irgendwie und irgendwo zu einem PCR-Test gelangen, um einer Quarantäne zu entgehen“, so Hörl.

Länder waren eingebunden

Dass die Länder dieser Vorgehensweise auch noch zugestimmt haben, ist mehr als unverständlich – besonders, wenn man an die unverändert mangelhafte PCR-Testinfrastruktur in manchen Ländern denkt. Für viele Tourismusbetriebe gibt es unverändert – trotz Öffnung am 12. Dezember – noch keine praktikable Lösung“, so der ÖVP-Tourismussprecher.

Jetzt gilt es den Schaden zu minimieren. „Bundesminister Mückstein ist jetzt dazu aufgerufen, schnell Klarheit zu schaffen und sich mit unseren Experten in der Wirtschaftskammer abzustimmen. Man darf sich nicht wundern, wenn bei diesem Chaos die Bevölkerung nicht mehr mitspielt. Menschen können sich nur an Regeln halten, wenn sie diese auch verstehen. Aber bald kennt jeder jemanden, der sich nicht mehr auskennt“, so Hörl.

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