Die Zukunft der Hotelbuchung

Aus für „Book on google“ als positives Zeichen im umkämpften Buchungsmarkt

  • Bis zu diesem Tage zeigte Google dort nur Preise an, wenn dafür auch bezahlt wurde. Dies nutzte vor allem OTAs und Metasuchmaschinen, die hier vermehrt bereit waren, die Klickpreise und Provisionen zu bezahlen
    Marco Riederer, Prodinger Tourismusberatung
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  • Google dürfte gemerkt haben, dass Gäste weiterhin eher auf den ihren vertrauten Seiten die Buchungen durchführten, seien es nun OTAs oder im besseren Fall die hoteleigenen Websites!
    Marco Riederer, Prodinger Tourismusberatung
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  • Schön zu sehen, dass die Prognosen nun auch tatsächlich eingetreten sind, wie in einer aktuellen Studie von ÖHV und FH Westschweiz Wallis bestätigt wird
    Marco Riederer, Prodinger Tourismusberatung
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Wien (OTS) - Vor ziemlich genau einem Jahr (am 9. März 2021) hat Google mit der Abschaffung der Gebühren für Hotelbuchungslinks auch kleinsten Hotels die Listung auf google.com/travel ermöglicht. „Bis zu diesem Tage zeigte Google dort nur Preise an, wenn dafür auch bezahlt wurde. Dies nutzte vor allem OTAs und Metasuchmaschinen, die hier vermehrt bereit waren, die Klickpreise und Provisionen zu bezahlen“, hält Marco Riederer von der Prodinger Tourismusberatung fest. Die neuen Möglichkeiten wurden als Kurswechsel des touristischen Geschäftsmodells bei Google angesehen, denn seitdem ist die Listung mit den eigenen Preisen im Grunde für alle Betriebe offen.

Keine 365 Tage später kündigt Google den nächsten Umbruch an. Google wird die Möglichkeit „Book on Google“ für Hotels ab 25. Mai aufgrund der geringen Nutzung einstellen. Die Option wurde 2015 mit dem Ziel eingeführt, die Transaktionen für Hotels und OTAs zu erleichtern. Dies scheint nunmehr überholt und die Buchung selbst wird infolge dessen künftig nur noch (durch eine Schnittstelle) direkt auf der Hotelwebsite oder aber in einer der gelisteten OTAs möglich sein.

Google dürfte gemerkt haben, dass Gäste weiterhin eher auf den ihren vertrauten Seiten die Buchungen durchführten, seien es nun OTAs oder im besseren Fall die hoteleigenen Websites!“, hält Riederer fest. Dass sich Google nun wieder auf das Kerngeschäft „Suchen und Finden“ konzentriert und die Reservierungs- und Zahlungsinformationen für die Buchung weiterleitet, sei als positives Zeichen für die Branche zu werten!

Weg frei für mehr Direktbuchungen?

Gerade durch die Pandemie hat sich grotesker Weise eine große Chance aufgetan, von der Verunsicherung der Gäste zumindest in Bezug auf den prozentualen Anteil der Direktbuchungen (gemessen an den gesamten Buchungen) zu profitieren und den Anteil eben derer zu erhöhen. Urlaubsfreudige Gäste haben sich noch mehr Zeit genommen, um Informationen über potentielle Urlaubsorte und Hotels im Internet zu suchen. Im Fokus standen dabei neben lockeren Stornobedingungen vor allem die Themen Sicherheit und Hygienemaßnahmen. Gäste verbrachten (und verbringen immer noch) mehr Zeit online und recherchierten mehr als vor der Krise. Wenn diese dann auf der Hotelwebsite landen oder uns bereits kontaktieren, dann eröffnen sich große Chancen, diese auch zur Direktbuchung zu bewegen.

Bereits im August 2020 hat die Prodinger Tourismusberatung prognostiziert, dass die Verunsicherung der Gäste den Hotels eine realistische Chance eröffnet, durch Authentizität und aktive Kommunikation den Buchungsplattformen ein Schnippchen zu schlagen und den Direktbuchungsanteil zu erhöhen.

Direktbuchungen währen der Pandemie im Aufwind

"Schön zu sehen, dass die Prognosen nun auch tatsächlich eingetreten sind, wie in einer aktuellen Studie von ÖHV und FH Westschweiz Wallis bestätigt wird“, fährt Riederer fort. Dies ist auch der durchgängige Tenor, wenn man mit Hoteliers spricht: „Gäste, die buchen, buchen vermehrt direkt!“
Österreich verhält sich in Bezug auf Direktbuchungen ähnlich wie die Schweiz. In beiden Ländern konnte während der Pandemie eine Trendumkehr hin zu mehr Direktbuchungen und weniger OTA-Buchungen beobachtet werden Vergleich zur Situation vor der Pandemie.

Einen wichtigen Anteil bei Direktbuchungen nehmen die Stammgäste ein. Rund 30% der Stammgäste buchen zu 100% direkt und nur ca. 10% der Stammgäste nutzen fast ausschließlich OTAs für die Buchung.

Der Weg zur Direktbuchung

Hoteliers sollten die Gelegenheit nutzen, um Ihre Vertriebs- und Preisstrategie zu überprüfen. Denn wenn der Mehrwert der Direktbuchung nicht klar ersichtlich ist, dann bleibt die Verlockung der OTAs sehr stark. Die Prodinger Tourismusberatung analysiert die bestehende Preis- und Vertriebsstrategie von Hotelbetrieben und erarbeitet gemeinsam mit dem Betrieb eine zukunftsfitte Strategie mit klaren Handlungsaufforderungen.

Unter einer Direktbuchung versteht man die Buchung eines Hotelaufenthaltes über die hoteleigenen, direkten Kanäle. Dass Direktbuchungen in der Regel sowohl Vorteile für Gäste als – vor allem – auch für die Gastgeber haben, liegt auf der Hand. Hoteliers stehen ständig vor der Herausforderung, wie sie für den eigenen Betrieb mehr Direktbuchungen und bessere Preise erzielen können.

Rückfragen & Kontakt:

Prodinger Tourismusberatung
Marco Riederer
+43 1 890 730 9
m.riederer@prodinger.at

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