Tourismuszahlen: Wintersaison 21/22 belegt solide Entwicklung trotz Pandemie, Sommerprognose vielversprechend

Staatssekretärin Kraus-Winkler: Der Tourismus hat den herausforderndsten Arbeitsmarkt seit Jahrzehnten und benötigt planbare Corona Herbst- und Winterstrategie

Wien (OTS/BMDW) - „Die heimische Beherbergungsbranche konnte in der letzten Wintersaison 52,7 Millionen Nächtigungen verzeichnen. Der Wintertourismus hat damit gezeigt, dass trotz Coronapandemie eine solide Wintersaison möglich ist“, so die Bilanz von Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler anlässlich der neuen Statistik Austria Zahlen für die abgeschlossene Wintersaison 21/22. „Obwohl der neuerliche Lockdown zu Beginn der abgelaufenen Wintersaison den Tourismus gebremst hat und es durch laufend veränderte Reisebeschränkungen zu Unsicherheiten kam, konnte vor allem die zweite Saisonhälfte ab Februar gut genutzt werden. Dies ist auch ein klares Signal dafür, dass mit den gelernten Präventionskonzepten und der Impfung eine sichere Wintersaison auch ohne Lockdown, wie etwa in der Schweiz, möglich ist“, so Kraus Winkler.

Im Zeitraum November 2021 bis April 2022 wurden insgesamt 52,7 Millionen Übernachtungen (zum Vergleich: in der letzten Vorpandemie-Wintersaison 2018/19 wurden 72,9 Millionen Nächtigungen gezählt) und 13 Millionen Ankünfte (zum Vergleich: 20,4 Millionen im Winter 2018/19) verzeichnet. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag in der Wintersaison bei rund 4 Tagen, was 0,4 Tagen mehr als in der Wintersaison 2018/19 entspricht. Der stärkste ausländische Herkunftsmarkt war wieder Deutschland (20,5 Millionen Nächtigungen), gefolgt von den Niederlanden (5,6 Millionen) und Belgien (1,6 Millionen).

„Diese erste Wintersaison nach dem vorjährigen Pandemielockdown zeigt, dass das Tourismusland Österreich nach wie vor zu den beliebtesten Wintersportländern in Europa gehört. Herausfordernd war natürlich noch, dass die Stadthotellerie in diesem Winter auf zahlreiche Fernmärkte und Weihnachtsmärkte sowie andere Großveranstaltungen verzichten musste und daher noch in besonderem Maße von der fehlenden Nachfrage betroffen war“, so Kraus-Winkler. Erfreulich ist der klare und beständige Aufwärtstrend, Monat für Monat verringert sich der Abstand zum Vorkrisen-Niveau 2019. Im April liegt das Nächtigungsergebnis mit 7,5 Millionen nur noch um 8,5 Prozent unter den Werten von 2019.

Kraus-Winkler: Arbeitskräfte entscheiden maßgeblich über den Erfolg der Branche

Die vor uns liegende Sommersaison ist vielversprechend, wird jedoch vom großen Arbeitskräftemangel und den extremen Teuerungen stark belastet. Um diese wieder vorhandene Nachfrage auch bewältigen zu können fehlen tausende Mitarbeiter, die entweder die Branche verlassen haben oder zum Beispiel auch nicht mehr aus den bisherigen EU Mitgliedsländern in dem Maße zurückgekommen sind, wie dies bisher der Fall war.
„Wir müssen jetzt alles daransetzen, den durch die Teuerungen besonders betroffenen Tourismussektor zu entlasten sowie Lösungen für den Arbeitskräftemangel zu finden. Die RWR-Karte als auch die Stammsaisonier-Regelung, sind wichtige Instrumente, aber in der jetzigen Situation und vor allem für diesen Sommer noch nicht ausreichend, wenn es darum geht Mitarbeiter anzuwerben. Dazu kommt, dass alle Branchen händeringend Mitarbeiter suchen. Der Wirtschafts-und Tourismusaufschwung darf nicht durch fehlende Arbeitskräfte gefährdet werden. Allen ist bewusst, dass es für die bereits begonnene Sommersaison mehr Lösungen braucht, hier bemühen wir uns um eine möglichst schnelle Einigung,“ so Kraus-Winkler.
In den kommenden Wochen gilt es zudem eine planbare Corona-Herbst-und Winterstrategie zu finalisieren, in die alles bisher Gelernte einfließt.

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