Hörl: Erhöhung des Saisonierkontingents um 1.000 Personen ist wichtiger Schritt

Weitere Maßnahmen für mehr Arbeitskräfte im Tourismus sind möglich und notwendig

Innsbruck (OTS) - WB-Landesobmann NR Franz Hörl begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, das Saisonierkontingent um 1.000 Personen zu erhöhen. „Das ist eine wichtige Sofortmaßnahme, die dazu beiträgt, die angespannte Situation in der Tourismusbranche etwas zu entschärfen. Ich danke allen Beteiligten dafür, dass dieser Kompromiss erreicht werden konnte. Damit folgt die Regierung auch der am vergangenen Donnerstag vom Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer einstimmig beschlossenen Forderung, Sofortmaßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel im Tourismus zu setzen.

Hörl verweist in diesem Zusammenhang zugleich aber darauf, dass es noch genügend weiteres Potenzial gäbe, das man zur Aktivierung von Arbeitskräften nützen könne. „Dieses wird jedoch bis dato nicht ansatzweise ausgeschöpft!" Dringenden Korrekturbedarf ortet Hörl dabei etwa im Bereich der Asylberechtigten. „Jene von ihnen, die aktuell die Mindestsicherung beziehen, werden über das Arbeitsmarktservice nur dann als potentielle Arbeitskräfte sichtbar, wenn sie sich selbst freiwillig melden. Auf diese Art und Weise bleibt enormes Potenzial liegen.

Zusätzlich fördert die Möglichkeit der geringfügigen Beschäftigung bei Bezug des Arbeitslosengeldes die Schwarzarbeit und schafft damit zusätzliche Konkurrenz zur korrekten Beschäftigung in unseren Betrieben. Jene Betriebe die derzeit gerade händeringend nach Personal suchen“, so Hörl. Gefordert sei dahingehend in erster Linie der grüne Koalitionspartner: „Dieser scheint seine ideologischen Grundsätze sehr schnell über Bord zu werfen, wenn es um das Thema Tourismus geht!“ Kein Verständnis zeigt Hörl dafür, wenn die Grünen dieses Thema dafür verwenden, um für etwaige andere politische Deals innerhalb der Regierung mehr Spielgeld zu sammeln: „Denn ein solcher Kuhhandel geht voll auf Kosten der Unternehmen, gefährdet unseren Wohlstand und damit die Lebensqualität der Menschen in diesem Land!“

Mehr Aktivität fordert Hörl zugleich seitens der Integrationsministerin und des Arbeitsministers. „Die Bereiche Integration und Arbeit müssen besser abgestimmt und deren Interaktion muss gesteigert werden. Das Problem der aufenthaltsberechtigten Mindestsicherungsbezieher ist dafür ein Musterbeispiel. Aber auch die Landessozialreferenten sind aufgefordert, die Meldungen an das AMS konsequenter umzusetzen!“ Die Rot-Weiß-Rot-Karte sei zwar ein Hoffnungsschimmer, werde aber erst ab Oktober wirken. „Wir brauchen jetzt aber Lösungen, die möglichst zeitnah wirken – hier müssen alle Beteiligten schnell und klug handeln“, so Hörl.

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