Hörl: Oberhofer wirft liberale Grundsätze über Bord und will planwirtschaftliche Ansätze

Seilbahnen in Tirol werden grundsätzlich nicht gefördert – nur Dorflifte und Kleinstskigebiete erhalten Förderung für Verbesserung der Infrastruktur

Innsbruck (OTS) - Verwundert reagiert NR Franz Hörl, Sprecher der Tiroler Seilbahnwirtschaft, auf die Aussagen von NEOS-Obmann Oberhofer, der mit planwirtschaftlichen Ansätzen in die Seilbahnwirtschaft eingreifen will: „Ich bin überrascht, dass die liberalen NEOS ihre Grundsätze vergessen, wenn es um fragwürdiges politisches Kleingeld geht. Die Tiroler Seilbahnen haben sich in den letzten Jahrzehnten als Wirtschaftsmotoren und damit als Wohlstands-Produzenten in den Regionen bewährt und wissen selber am besten, wo es Sinn macht, zu investieren. Förderungen, wie von Oberhofer ins Spiel gebracht, gibt es für Seilbahnen grundsätzlich keine. Es werden lediglich Dorflifte und Kleinstskigebiete gefördert und das ist auch gut so. Damit wird der Fortbestand der kleinsten Tiroler Skigebiete, in denen viele Tirolerinnen und Tiroler das Skifahren lernen, sichergestellt.“

Kinderbetreuung und Seilbahnen gegeneinander ausspielen zu wollen, ist für Hörl billiger Populismus: „Wenn Oberhofer schon die Elementarpädagogik für sein Wahlkampf-Geplänkel missbraucht, sollte er alle Zahlen auf den Tisch legen. Mit der Novellierung des Tiroler Kinderbildungs- und Kinderbetreuungsgesetzes im April wurden allein für die Personalkosten weitere 18,25 Millionen Euro zu den bereits budgetierten Personalkosten zur Verfügung gestellt“. Das Land Tirol stellt damit im Jahr 2022 insgesamt 102,65 Millionen und im Jahr 2023 rund 106,95 Millionen Euro für die Personalfinanzierung zur Verfügung. Für die Personalkosten werden damit knapp vier Mal mehr Finanzmittel zur Verfügung gestellt als noch im Jahr 2008. Darüber hinaus wurden in den letzten Monaten die Förderungen für die Ferienöffnung sowie die Förderungen für zweite und dritte Gruppen nachgebessert.

„Ohne eine funktionierende Tourismuswirtschaft gäbe es finstere, entvölkerte Täler. Die Seilbahnen und der Tourismus haben einen maßgeblichen Anteil an den Budgets die für Kinderbetreuung, ÖPNV und unzählige Infrastrukturvorhaben verwendet werden können. Wenn Oberhofer hier versucht politisches Kleingeld zu machen, offenbart er nur seine eigene wirtschaftliche Inkompetenz“, so Hörl.

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