Tourismuszonen in Wien?: „Nein Danke!“

Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Tourismuszonen sind bei 10 Prozent Inflationsrate keine Lösung. Deshalb bleibt für uns der Sonntag weiter heilig!“

Wien (OTS) - „Wenn angesichts einer Inflationsarte von 9,5 Prozent und 92 Prozent Preissteigerungen bei Fernwärme drohen, dann kann die Forderung von Vertretern der Wirtschaftsflügel diverser Parteien zur Einführung von Tourismuszonen und Sonntagsöffnung im Handel in Wien nur ein fatales Ablenkungsmanöver von den tatsächlichen Problemen der Österreicher darstellen“, meint der FCG-ÖAAB Fraktionsvorsitzende in der AK-Wien zur einmal mehr gestellten Forderung. „Wenn diese Vertreter immer noch nicht kapiert haben, dass die Leute mit weniger Einkommen nicht einmal mehr unter der Woche die Kassen zum Klingen bringen können, wie soll das dann am Sonntag oder in Tourismuszonen der Stadt der Fall sein“, so Pöltl.

Vergesslich

„Eine solche Forderung wird um keinen Deut besser, auch wenn man sie noch so oft wiederholt“, so reagiert FCG GPA Landesvorsitzender Peter Gattinger auf die neuerliche Wortmeldung des Wirtschaftsflügels mehrerer Parteien: „Den Touristen bleiben in Wien Gelegenheiten genug, ihr Geld anzubringen!“ Alle bisherigen Untersuchungen hätten nämlich gezeigt, dass durch die Sonntagsöffnung weder mehr Arbeitsplätze noch wesentlich höhere Steuereinnahmen zu erzielen wären.“ Die völlig unzeitgemäße Forderung zu wiederholen, zeigt auch nicht von viel Verständnis für richtiges Wirtschaften. Der Wiener FCG-Vorsitzende Thomas Rasch assistiert: „Wenn die Menschen kein Geld mehr haben, warum sollen sie dann am Sonntag einkaufen gehen!“

Touristenfalle

„Wegen der Touristen“, ist die irrige Annahme der Lobbyisten für Tourismuszonen. Die Gäste kommen seit Jahren auch ohne Sonntagöffnung nach Wien, vielleicht sogar deshalb“, wie aus einer aktuellen Befragung von Wien-Tourismus hervorgeht: 51 Prozent würden sich sogar weniger Souvenir-Geschäfte und weniger Straßenverkäufer wünschen. Mehrheitlich werde Sonntagsarbeit sowohl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als auch von Unternehmern im Handel abgelehnt, wie die Initiative „Für einen freien Sonntag“ eindrucksvoll unter Beweis stelle. Fritz Pöltl: „Die Gemeinderäte, egal welcher Fraktion, sollten nicht vergessen, dass sie von den Wienerinnen und Wienern und nicht von den Touristen gewählt werden.“ Es sei für die christlichen Gewerkschafter einfach nicht nachzuvollziehen, dass man die monetären Interessen internationaler Konzerne den berechtigten Ruhe- und Freizeitbedürfnissen der Wiener Familien vorziehe. Da die Touristen im Schnitt ohnehin drei Tage bleiben, würden genügend Möglichkeiten geboten, in Wien auch ohne Sonntagöffnung einzukaufen. Pöltl:
„Deshalb bleibt für uns der Sonntag auch weiter heilig!“

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Tel.: 01/5344479481
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