Die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen ziehen positives Resümee zur Sommersaison 2022

Sommerbergurlaub liegt weiter im Trend – Qualitätsinitiative präsentiert Erhebung zum Status Quo der betrieblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen

Wien (OTS) - Zum Abschluss der Sommersaison 2022 ziehen die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen ein positives Resümee. Eine Blitzumfrage zeigt: der Erlebnisfaktor Berg zieht immer mehr Urlaubsgäste in die heimische Bergwelt. Immer wichtiger werden dabei nachhaltige Angebote, weshalb Nachhaltigkeit mit diesem Jahr zum Schwerpunktthema bei den Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen wird. Um das Thema transparent aufzuarbeiten, präsentiert die Qualitätsinitiative des Fachverbands der Seilbahnen die Ergebnisse einer österreichweiten Erhebung zum Status Quo der betrieblichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Positive Entwicklungen bei Umsätzen und Beförderungszahlen

Die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen nehmen im alpinen Raum eine Vorreiterrolle ein. Mit der gezielten Stärkung des Sommer-Bergtourismus hat die Qualitätsinitiative Österreich zum ganzjährigen Urlaubsziel entwickelt. Das zeigt sich auch in der Sommersaison 2022. Eine Blitzumfrage unter den 76 Mitgliedsbetrieben bestätigt: Der Bergsommer liegt im Trend. Die befragten Betriebe konnten eine Steigerung von etwa 5 bis 15 Prozent bei Beförderungszahlen und Umsätzen verzeichnen.

Besonders beliebt sind Angebote rund um Abenteuer und Unterhaltung am Berg. „Ein Dauerbrenner ist nach wie vor das Thema Bike. Die Gäste wollen ein Action-Bergerlebnis – egal ob E-Bike, Mountaincart oder der Bikepark. Es geht um den Erlebnisfaktor am Berg“, erklärt Kornel Grundner, Sprecher der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen. Das zeigt sich auch darin, dass besonders zu Ferienzeiten Familien- und Kinderangebote, die Spiel, Spaß und Erlebnis bieten, stark gefragt sind. Dazu zählen Aktivitäten wie Schatzsuchen, Kinderspielplätze, Sommerrodelbahnen, Themenwege oder auch die Neuinterpretation des Wandererlebnis mit Augmented Realitiy (Wandern 2.0).

Der Seilbahnbetrieb soll nachhaltiger werden

Die gesamte österreichische Seilbahnbranche beschäftigt sich aktuell in einem umfangreichen Strategieprozess mit einem nachhaltigen Energieverbrauch – im Sommer wie im Winter. So arbeitet der Fachverband der Seilbahnen z.B. an einem einheitlichen CO2-Fußabdruckrechner, der die Seilbahnunternehmen dabei unterstützt, den eigenen CO2-Fußabdruck professionell zu monitoren, weitere Einsparungspotenziale zu identifizieren und dementsprechende Maßnahmen zu setzen. „Nachhaltigkeit ist für uns bei den Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen nichts Neues“, erklärt Kornel Grundner, Sprecher des Gütesiegels. „Besonders die Themen Ganzjahresbeschäftigung und -tourismus sind wichtig für eine nachhaltige Regionalentwicklung. Das ist seit über 20 Jahren eines unserer Kernziele. Hinzu kommen Fragestellungen der Ressourcenschonung und Energieeffizienz, klimaneutrale Mobilität und Regionalität“. Im „Think Tank“ tauschen sich die innovativen Betriebe der Qualitätsinitiative laufend über jene Themen aus, die den Bergsommer noch weiter stärken können. Mit 2022 wird Nachhaltigkeit auch in dieser Zusammenarbeit zum Schwerpunktthema.

Das Ziel ist klar: Der Sommerbetrieb soll nicht nur ausgebaut, sondern auch nachhaltiger werden. Das schlägt sich auch im Zertifizierungs- und Rezertifizierungsprozess nieder. Die Mitglieder müssen bei einer Testung mindestens 160 Basiskriterien erfüllen. Ab sofort gehören auch Nachhaltigkeitsstandards in den Bereich Energie-, Ressourcen-, Wasser- und CO2-Effizienz zu den Zertifizierungskriterien. „Wenn wir unsere Rolle als Qualitätsinitiative ernst nehmen, muss sich das Thema Nachhaltigkeit auch im Zertifizierungs- und Rezertifizierungsprozess widerspiegeln“, meint Grundner.

Österreichweite Erhebung gibt Aufschluss über Status Quo der Branche

Um einen klaren Überblick zu bekommen, wie die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen beim Thema Nachhaltigkeit aufgestellt sind, wurde erstmals eine österreichweite Erhebung unter den Mitgliedsbetrieben durchgeführt. Im Fokus stehen drei Bereiche: Energieeffizienz und Ressourcenschonung, klimafreundliche Mobilität und Regionalität.

Die Erhebung belegt, dass Nachhaltigkeitsmaßnahmen nicht nur als relevant eingestuft werden, sondern in der Praxis bereits umgesetzt werden. Nahezu alle Mitglieder (98%) setzen im Betrieb Schritte im Bereich Natur- und Landschaftsschutz um. Über 80 Prozent davon bemühen sich um Rekultivierungs- und Begrünungsprogramme oder eine Integration ins Landschaftsbild. Rund 74 Prozent setzen Maßnahmen zur Erhaltung der Arten- und Pflanzenvielfalt. Betrachtet man den Bereich Ressourcenschonung zeigt sich Ähnliches: 92 Prozent der Seilbahnen setzen bereits Maßnahmen. Dabei stehen vor allem die Nutzung lokaler Materialien (81%), Maßnahmen für ein effizientes Wassermanagement (77%) sowie Recyclingmaßnahmen und Abfallmanagement (67%) im Vordergrund. 83 Prozent der Seilbahnen setzen Maßnahmen, um ihre Energieeffizienz zu stärken. An erster Stelle steht dabei der Bezug von Energie aus 100% erneuerbaren Energieträgern (80%). Gut 60 Prozent sorgen außerdem für eine Energierückgewinnung im Seilbahnbetrieb. [1]

Weitere Schritte notwendig

„Es reicht nicht nur, den Seilbahnbetrieb klimafit zu machen oder nachhaltige Natur- und Bergerlebnisse anzubieten“, erklärt Grundner. „Es geht auch darum, die Gäste und MitarbeiterInnen bei dem Thema mitzunehmen und ein Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen und der Natur zu schaffen. Das machen bereits rund 90 Prozent unserer Betriebe.“

„Die Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen setzen zum Großteil bereits starke Maßnahmen in allen drei Bereichen der Nachhaltigkeit um: In der sozialen Dimension, der ökonomischen Dimension und der ökologischen Dimension“, fasst Grundner die Ergebnisse zusammen. „Klar, gibt es noch einiges zu tun. Der Weg in eine klimaneutrale Zukunft ist noch ein weiter. Durch die Erhebung wissen wir jetzt erstmals, wie wir als Branche dastehen, wo wir schon stark aufgestellt sind und wo es Aufholbedarf gibt. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Das Thema Nachhaltigkeit wird die Branche auch über 2022 hinaus begleiten. Die Erhebung zeigt, dass über 90 Prozent der befragten Bergbahnen in den nächsten 5 Jahren weitere Maßnahmen zur Förderung von Nachhaltigkeit in ihrem Betrieb umsetzen möchten. Die Ergebnisse werden im „Think Tank“ des Gütesiegels weiterverarbeitet. Dazu werden z.B. Best Practice Beispiele innerhalb der Branche identifiziert und Handlungsempfehlungen sowie Informationsmaterialien für die Mitglieder aufbereitet.


Über das Gütesiegel „Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen“

Das Gütesiegel Beste Österreichische Sommer-Bergbahnen ist eine Initiative des Fachverbandes der Seilbahnen (Wirtschaftskammer Österreich). Das Gütesiegel vereint die Experten und Vorreiter des heimischen Sommer-Berg-Tourismus und zählt mittlerweile 73 Mitglieder mit 87 Themenbergen. Insbesondere für bergunerfahrene Sommerurlauber ist das Gütesiegel ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Destinationswahl. Nur Betriebe, die mindestens 160 Qualitätskriterien erfüllen, werden Mitglied der Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen. Spezialisiert in fünf Themenwelten – Abenteuer, Familie, Panorama & Naturerlebnis, Genuss, Kunst & Kultur – müssen die Mitglieder alle drei Jahre eine Rezertifizierung bestehen.

www.sommer-bergbahnen.at


[1] Quelle: „Nachhaltigkeit bei den Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“, Erhebung des Fachverbands der Seilbahnen, N= 76, n=47, Befragungszeitraum: 22.3.22-20.4.22.

Rückfragen & Kontakt:

Fachverband der Seilbahnen Österreichs – Marketing Forum
Mag. (FH) Ricarda Rubik | 01/503 78 02 | marketingforum.seilbahnen@wko.at | www.seilbahnen.at

RAFFEINER REPUTATION - Mag. Silva Leschner -
s.leschner@raffeiner-reputation.com

TP-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.TOURISMUSPRESSE.AT | NEF0002