Geschichten erzählen – Kunst vs. KI

Geschichten erzählen will gelernt sein und die KI lernt permanent. Was können wir erwarten?

Wien (OTS) - Am 17. November veranstaltete der Travel Industry Club Austria ein Networking, das sich mit dem Thema „Geschichten erzählen“ beschäftigte. Alexander Peer, Autor des Buches „111 Orte im Pinzgau, die man gesehen haben muss“ lieferte dafür die Vorlage und erläuterte anhand von 6 Beispielen wie Geschichten, die sowohl Touristen als auch Einheimische ansprechen sollen, erzählt werden können. Michael Prokop von wienpro.com griff diese Inhalte auf und generierte mit Hilfe von KI (künstlicher Intelligenz) Bilder und Texte. Der Vergleich der Resultate lieferte Erkenntnisse, die sich wie folgt zusammenfassen lassen.

Geschichten erzählen will gelernt sein!

Am Beispiel von Newtons Apfel, erläuterte Alexander Peer, wie nützlich Geschichten im touristischen Kontext sind. An Geschichten erinnert man sich nicht nur, sondern erzählt diese auch weiter. Die Textverständlichkeit vorausgesetzt verwies er in seiner Lesung und Erörterung auf die Anwendung von:

  • Humor als Mittel der Wissensaneignung und Mut zum Perspektivenwechsel.
  • Spannungselemente durch Fragen, die beantwortet werden wollen.
  • emotional besetzten Aspekten des Erzählens wie Sex & Crime oder Kindchen Schemata sowie
  • Analogien, die Eigenschaften beschreiben bzw. abstrakte Geschichten manifestieren

In seinen Pinzgauer Geschichten wählt er diese Stilmittel und viele weitere und erzeugt damit Empathie an Orten und Attraktionen, die Touristen und Einheimischen gleichermaßen unbekannt waren. Vor allem erwecken diese Geschichten die eigene Lust am Entdecken und Erzählen. Der Erfolg gibt ihm recht, von Museen oder Geschäften melden gewachsenes Interesse und steigende Besuche.

Die KI lernt permanent dazu!

Michael Prokop, Autodidakt und Künstler bezeichnet KI als Klasse von Algorithmen, die Maschinen zu Aktivitäten anleiten, um das Handeln von Menschen nachzuahmen. Dabei wird das sogenannte „Machine-Learning“ eingesetzt, das unter Anwendung statistischer Verfahren, aber vor allem der Verwendung großer Datenmengen Muster findet, Ergebnisse klassifiziert und Vorhersagen trifft. Beim Networking wurde die KI am Beispiel der ausgewählten Geschichten einer kritischen Würdigung unterzogen.

  • Der derzeitige Stand an Texte-generierender KI ist eine unterdurchschnittliche Geschichtenerzählerin, zeichnet sich aber durch Geschwindigkeit und Flexibilität aus. Der Stand der KI eignet sich gut für Produktbeschreibungen, Fachliteratur bis hin zu wissenschaftlichen Abhandlungen schnell und einfach zu erstellen.
  • Die KI generiert ansprechende Bilder aus Vorgaben wie z.B. Texten, Stil oder Keywords. Diese Bilder repräsentieren die vorherrschende Interpretation des Textes im Netz und vermitteln die Wahrnehmung der User.
  • Die aktuelle KI eignet sich besonders gut für die Konzeption, da eine Vielzahl von Vorschlägen an Bildern, Texten, Logos etc. in kürzester Zeit, aber vor allem kostengünstig generiert werden können.

Vor allem die von der KI generierten Texte haben gezeigt, dass es sich nur um Entwürfe handeln kann, die in der Folge überarbeitet werden müssen. Dennoch, die „Maschine“ lernt permanent dazu und Entwicklung in der KI ist exponentiell, meint Michael Prokop, so dass die dargestellten Kritikpunkte in Bälde behoben sein könnten.

KI-Applikationen werden zukünftig stärker in die Erstellung von Werbe- und Informationsinhalten eingebunden sein. Dies ermöglicht es kostengünstig zu konzipieren und zu produzieren, wovon alle Formate, Print, Digital, Video, Audio betroffen sind. In jedem Fall bedarf es aber noch des Menschen, der prüft und kuratiert. Cobotics statt Robotics ist die Devise!

Der Autor:

Harald Hafner ist Präsident des Travel Industry Clubs und seit mehr als 40 Jahren in der Reiseindustrie tätig. Neben dem Start im Operativen landete er bald im Sales & Marketing, dabei auch bei Hilton und im Destination Management. Dann gründete er auch das eigene Unternehmen hotmama. Das steht für Hospitality & Tourism Marketing Management. Er versteht sich als Marketing- und Vertriebsexperte im Tourismus, seit 1990 ist er auch Vortragender, Trainer und Coach an Kollegs, Akademien und Fachhochschulen.

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