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Schenner: "Häupl braucht dringend Nachhilfe in Sachen Tourismus und Wirtschaft"

Häupl-Idee zur Abschaffung des Saisonier-Kontingents "reiner Wahlkampf-Populismus" - "Wiener Bürgermeister will damit nur von Problemen in Wien ablenken"

Wien (TP/OTS) - "Nicht genügend setzen, Herr Häupl!" - Das ist die Reaktion von Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), auf den Vorschlag des Wiener Bürgermeisters nach Abschaffung des Saisonier-Kontingents. "Der Herr Häupl braucht dringend Nachhilfe in Sachen Tourismus und Wirtschaft. Seine Idee ist reiner Wahlkampf-Populismus", so Schenner.

"Die Arbeitskräfte aus dem Ausland werden hierzulande dringend benötigt: In vielen österreichischen Tourismusregionen müssen Unternehmer lange Arbeitskräfte suchen, um die Betriebe wettbewerbsfähig führen zu können und weiterhin Dienstleistungen auf internationalem Spitzenniveau anbieten zu können", so Schenner aus dem Alltag von Unternehmerinnen und Unternehmern im Tourismus.

Weiters hält Schenner fest, dass Saisoniers nicht - wie von Häupl behauptet - die Auslöser für illegale Zuwanderung sind, da für eine Beschäftigung in Österreich vom jeweiligen Herkunftsland aus ein Antrag gestellt werden muss. Gerade das Saisonier-Modell verhindert nämlich illegale Zuwanderung. Es gibt Saisoniers, die seit vielen Jahren und teilweise bereits in zweiter Generation immer und immer wieder zum Arbeiten nach Österreich kommen und den Tourismusbetrieben sehr wertvolle Mitarbeiter sind. "Der Herr Häupl will mit seinem Vorschlag nur von anderen Problemen in Wien ablenken." Wien bekommt übrigens bei der diesjährigen Verteilung des Gesamtkontingents für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft 245 Saisoniers zugeteilt.

Die Tourismuswirtschaft in Österreich ist ein großer und unentbehrlicher Erwerbszweig und Arbeitgeber. Im Juli 2008 waren 198.730 Menschen im Hotel- und Gastgewerbe beschäftigt, das sind um 5,6 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, das bedeutet absoluten Beschäftigungsrekord. Für Wien war das Jahr 2007 mit 4,2 Millionen Gästen (+ 7,7 Prozent) das fünfte Rekordjahr in Folge. "Wir lassen uns von Bürgermeister Häupl durch unqualifizierte Aussagen unsere Branche sicher nicht schlecht reden, denn 446 Millionen Euro Nächtigungsumsatz ließen auch im Vorjahr die Wiener Gemeindekassen wieder kräftig klingeln", hält Tourismussprecher Schenner fest.

Als Möglichkeit, den Tourismus zu unterstützen, schlägt Bundesspartenobmann Schenner Michael Häupl vor, "Arbeitssuchende aus Wien zu ermutigen in Tirol zu arbeiten. Denn ein großes Problem ist die oftmals fehlende Mobilität von arbeitsuchenden Personen. Momentan gibt es offene 4.543 Stellen im Tourismusbereich", so Schenner.

"Saisoniers in Österreich helfen, dass anstehende Arbeit erledigt wird: Bürgermeister Häupl würde sich nach einer anstrengenden Wanderung in unseren Alpen sehr bedanken, wenn er sich nicht in einem schönen Gastgarten entspannen kann, weil es an der Tür heißt: Wegen Mitarbeitermangel geschlossen", so Tourismus-Obmann Schenner abschließend.

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291254 Aug 08

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