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Flughafen, AUA, NIKI: Auf der Suche nach der Luftfahrtspolitik

Nicht der Flughafen, die Ostregion braucht die 3. Piste!

Wien (TP/OTS) - Auch wenn unterschiedliche Zugänge offensichtlich waren: Flughafen, AUA und NIKI sind sich einig, dass Österreich dringend eine klar ausgerichtete Strategie in der Luftfahrtspolitik braucht. Sonst kommen nicht nur der Flughafen und die Airlines, sondern die gesamte Ostregion Österreichs ins Hintertreffen.

Keine Chance geben Experten dem Flughafen Wien, in naher Zukunft als europäischer Hub wichtiger zu werden. Als zentrale Ursache dafür machten Dr. Christoph Herbst, Vorstandsvorsitzender des Vienna International Airport, Austrian-Vorstand Dr. Andreas Bierwirth und NIKI-Geschäftsführer Otmar Lenz das Fehlen einer klaren Strategie:
Vermisst werden eine Standortpolitik und ein geordnetes Luftfahrtverkehrskonzept. Hier ist die Politik gefordert - darin waren sich alle Diskutanten einig.

Keine 3. Piste wäre herber Rückschlag für gesamte Ostregion

"Der verschleppte Bau der 3. Piste ist das augenscheinlichste Resultat dieser politischen Versäumnisse", hielt Michaela Reitterer, Vorsitzende der Österreichischen Hoteliervereinigung in Wien, beim Travel Industry Club im Le Meridien fest. Der Antrag für den Bau der dritten Piste wurde bereits 2007 eingereicht. "Ende des Jahres sollten der Bescheid kommen, gegen den aber wieder berufen werden kann", so Herbst zu den wenig ermutigenden Aussichten, wenn man bedenkt, dass München bereits an seiner dritten Piste baut und Wien so den Rang abzulaufen droht. Das wäre weniger für den Flughafen als vielmehr für Wien und die gesamte Ostregion fatal: "50 % der Wien-Gäste kommen mit dem Flugzeug. Im Vorjahr sind um 11,2 % mehr Gäste gekommen - und dieses Wachstum wird so weitergehen. Darauf verzichten zu müssen, weil wir nicht ausreichend Kapazitäten haben, wäre ein herber Rückschlag", so Reitterer.

Verlust der Hub-Funktion wäre volkswirtschaftlich fatal

Wenn hier weiter Zeit verloren wird, droht Wien und Österreich der Verlust des größten Assets im internationalen Standortwettbewerb: die Drehscheibenfunktion in CEE. "Der Flughafen ist bestens vorbereitet. Was er jetzt braucht, ist die Rückendeckung der Politik", so Reitterer. Ein Versprechen zum Bau der 3. Piste konnte Herbst nicht abgeben. Er stellte aber einen Qualitätssprung durch den Skylink und eine bessere Zusammenarbeit in der Systempartnerschaft mit Austrian Airlines und NIKI in Aussicht.

Die ÖHV gestaltet als freiwillige und parteiunabhängige Interessenvertretung der führenden Hotellerie durch Lobbying die Rahmenbedingungen für modernes Unternehmertum. 1.200 Mitgliedsbetriebe, davon 173 in Wien, nutzen operative Dienstleistungen in Marketing und Weiterbildung genauso wie ihren Vorsprung durch Innovation und Vernetzung. Mit rund 152.000 Betten -das entspricht zwei Drittel der Kapazität in der 4- bis 5-Sterne-Superior-Hotellerie - und mehr als 40.000 Mitarbeitern erwirtschaften die ÖHV-Mitglieder einen Logisumsatz von ca. 900 Mio. Euro. Die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generierte als Österreichs Wirtschaftsmotor 2010 über direkte und indirekte Wertschöpfung 15,1 % des BIP und jeden 5. Vollarbeitsplatz.

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