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KORREKTUR zu OTS0043 von heute: Potential russischer Gäste in Österreich noch lange nicht ausgeschöpft

Botschafter Netschajew unterstreicht Bedeutung Österreichs für russische Gäste und wirtschaftlichen Effekte von Olympischen Spielen in Sotschi 2014

Korrektur zu TPT_20130412_TPT0003

St. Anton/Arlberg (TP/OTS) - Im ersten Absatz, letzter Satz muss es wie folgt richtig lauten: Dies bestätigt auch der Blick auf die auslaufende Wintersaison, in der von November 2012 bis Februar 2013 mit rund 100.000 zusätzlichen Nächtigungen russischer Gäste ein Plus von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingefahren werden konnte.

KORRIGIERTE NEUFASSUNG: "Die russischen Gäste haben in den vergangenen Jahren ganz klar stark an Bedeutung für die österreichische Tourismuswirtschaft gewonnen und sind mittlerweile fixer Bestandteil unserer Tourismuslandschaft", betonte Hans Schenner, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Donnerstagabend anlässlich eines gemeinsamen Pressegespräches mit dem russischen Botschafter in Österreich, Sergej Netschajew, und Hermann Gruber, Geschäftsführer der Schladming-Dachstein-Tourismus-Marketing GmbH, in St. Anton am Arlberg. Österreich ist, gemäß aktueller Umfragen, Winter(sport-)destination Nummer 1 in Russland. Dies bestätigt auch der Blick auf die auslaufende Wintersaison, in der von November 2012 bis Februar 2013 mit rund 100.000 zusätzlichen Nächtigungen russischer Gäste ein Plus von 11,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingefahren werden konnte.

"Waren es im Vergleichszeitraum der vergangenen Wintersaison 909.478 Nächtigungen, so haben wir von November 2012 bis Februar 2013 mit 1,01 Mio. Nächtigungen russischer Gäste erstmals die Millionengrenze geknackt", so der WKÖ-Tourismussprecher erfreut. Einen Mitgrund für diese positive Entwicklung sieht Schenner in den heuer neu eingeführten "Frühlingsferien" in Russland Ende März. Auch Botschafter Netschajew bestätigte, dass Österreich einen attraktiven Zielort für russische Touristen darstellt.

Russischer Gast schätzt Gastfreundschaft und gutes Preis-Leistungsverhältnis

Vor allem die Begegnungsqualität, die Gastfreundschaft und die perfekte Winterkompetenz werden von russischen Touristen an Österreich geschätzt, belegen die top-aktuellen Umfrage-Ergebnisse der Österreichwerbung (ÖW), so Schenner. Auch das Preis-Leistungsverhältnis wird sehr positiv beurteilt. Durchschnittlich 6,9 Nächte bleibt der russische Gast in Österreich und gibt während dieser Zeit rund 155 Euro pro Tag aus. Auffallend ist das hohe Bildungsniveau - 62 Prozent aller russischen Gäste haben einen Universitätsabschluss.

"Ich bin überzeugt, dass wir das Potential am russischen Markt bei weitem noch nicht ausgeschöpft haben", macht Schenner die enormen Chancen deutlich. So entsprechen die rund 476.000 Ankünfte aus Russland im Jahr 2012 lediglich 0,36 Prozent der russischen Bevölkerung (142 Mio. Staatsbürger). Viele österreichische Tourismus-Betriebe, so Schenner, hätten das schon jetzt erkannt und sich optimal auf die Bedürfnisse und Wünsche der russischen Gäste eingestellt. "Bei anhaltender wirtschaftlicher und politischer Stabilität in Russland ist hier für den heimischen Tourismus noch einiges zu holen", zeigte sich der WKÖ-Tourismussprecher überzeugt.

Olympische Spiele Sotschi 2014: Bereits 50 österreichische Firmen aktiv

Dass nicht nur die touristischen Beziehungen zwischen Österreich und Russland gut auf Schiene sind, zeigen auch die positiv laufenden Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern. Mit einer Steigerung der österreichischen Exporte nach Russland von 10,2 Prozent auf 3,23 Mrd. Euro wurde erstmals die 3-Milliarden-Export-Schallmauer durchbrochen. Damit liegt Russland auf Platz 10 unter den Top-Exportpartnern Österreichs und sogar an fünfter Stelle hinsichtlich der Exportsteigerungen 2012. Auch im Vorfeld der Olympischen Spiele 2014 in Sotchi liegen rot-weiß-rote Unternehmen gut im Rennen, betonten Botschafter Netschajew und WKÖ-Schenner. "Bislang haben - nach Berechnungen des Außenwirtschafts-Centers der AWO in Moskau - rund 50 österreichische Firmen Waren und Dienstleistungen im Wert von mindestens 1,2 Mrd. Euro nach Sotschi geliefert", berichtete Schenner, der auch zehn Monate vor Olympia durchaus noch Chancen für österreichische Firmen sieht, am russischen Markt aktiv zu werden. Denn die rot-weiß-roten Firmen punkten mit ihrem weltweit führenden Know-How und ihren Technologien zur Entwicklung von Winterskigebieten und Sportstätten.

Für Botschafter Netschajew stellen die olympischen Spiele und die damit verbundenen Investitionen in Sotschi "nicht nur ein reines Denkmal" dar, sondern sollen der Bevölkerung in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Hinsicht nachhaltig dienen. Ein Ziel sei es, der gesamten Region Süd-Russland, vor allem mittels Investitionen in die Infrastruktur, einen Aufschwung zu verschaffen.

Die Bedeutung und die positiven wirtschaftlichen Effekte von Sportgroßveranstaltungen bestätigte auch Hermann Gruber am Beispiel der Alpinen Ski-WM in Schladming im Februar dieses Jahres: "Die Ski-WM hat sich sicherlich rentiert. Bereits jetzt verzeichnen wir ein Plus von 15 Prozent bei den Anfragen." Ohne die Ski-WM wäre dieser positive Trend nicht möglich gewesen, so Gruber. Auch für WKÖ-Schenner hat die Heim-WM weiteren Rückenwind für die Wintersportdestination Österreich gebracht: "Für Österreich war Schladming - ebenso wie schon St. Anton 2001 - die perfekte Chance, sich der ganzen Welt als wirtschaftlich und sportlich erfolgreiches Land zu präsentieren." Eine Chance, die auch Russland mit den Olympischen Spielen in Sotschi definitiv nutzen wird, wie Botschafter Netschajew abschließend erklärte.

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist die Interessenvertretung für über 90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt von Tourismus und Freizeitwirtschaft abhängig. Die Branche erwirtschaftet eine jährliche Bruttowertschöpfung von rund 42 Milliarden Euro, das sind mehr als 15 Prozent des BIP. (ES)

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