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Was Frauen wollen - Für mehr Weiblichkeit und weniger Klischee in der Gastronomie!

Wien (TP/OTS) - 80 % aller Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen. con.os unterstützt Gastronomen dabei, diese Zielgruppe mit einigen gelungenen Maßnahmen emotional zu gewinnen, ohne die männlichen Gäste zu verlieren.

Der aktuelle McDonalds-TV-Spot für dessen neueste Salatkreationen endet mit dem Slogan: "Salate speziell für Frauen - und alle, die Salat lieben". Für mich stellt sich die Frage, ob ein polarisierender Zugang nützlich für ein Unternehmen ist, um frauenfreundlich wahrgenommen zu werden. Bildsprache, Marketing, Produktgestaltung und Angebot wenden sich in diesem Fall ganz gezielt an die weibliche Kundschaft, vergessen wird aus meiner Sicht, dass damit Klischees bedient werden, die nicht mehr zeitgemäß sind und somit fast frauenfeindlich wirken", erläutert Peter Grander, BA, Gastronomieexperte der con.os tourismus.consulting gmbh, dem zweitgrößten Tourismusconsulting-Unternehmen Österreichs.

Frauen essen anders als Männer, was im Wesentlichen auf Körperbau bzw. den höheren Anspruch an "ess-tätische" Körperformen zurückzuführen ist. Dies entspricht sowohl dem Klischee als auch der Wahrheit. Grander: "Ich darf es mit den Worten "Lust & Verzicht" über den Kamm scheren. Während Männer Studien zufolge mehr "Lust" auf starke Produkte wie Alkohol und von der Flamme geküsstes Fleisch haben, übt sich die bessere Hälfte unserer Gesellschaft bei Obst, Gemüse und Aromawässerchen bereits früh im angeblichen Verzicht."

Dass die klassische Gastronomie auch aus innerbetrieblicher Sicht immer noch männlich dominiert scheint, hilft in dieser Situation wenig. Neben einer Johanna Maier oder einer Lisl Wagner-Bacher leuchten nicht viele Sterneköchinnen vom österreichischen Gastro-Himmel. Auch wenn bei genauerer Betrachtung innovative Gastro-Konzepte aus weiblicher Hand stammen - die Guerilla Bakery in Wien, Annemarie Foidls Angereralm in St. Johann i.T. oder Sarah Wieners Restaurant-Imperium in Deutschland, um nur einige zu würdigen.

Das sollte GastronomInnen aber nicht daran hindern, gendersensible Aspekte in ihre Unternehmen zu bringen. Zwischen schwarz & weiß, männlich & weiblich, Grillkotelett & Salatblatt haben nämlich noch eine Menge anderer Facetten Platz.

Peter Grander formuliert 5 Tipps, wie die Gastronomie weiblicher werden kann, ohne die Sexismus-Keule zu schwingen:

1) Beverage - Home made und Wohl bekomm's!

Die Vergeschlechterung beginnt schon beim Aperitif: "Für die Dame ein Glas Sekt, für den Herren ein kleines Bier?" Im Getränkebereich geht es um anziehende Kreationen jenseits von Cola und Co. Es tut sich einiges am Getränkesektor. Aromawässerchen, Smoothies und kleine regionale Hersteller von Fruchtsäften boomen und werden sowohl von Männern als auch von Frauen geliebkost(et). Ein Getränkesortiment abseits von Großhändlern und Mainstream ist von Vorteil.

2) Es braucht Food jenseits von Gemüsegröstl und Käsespätzle!

Viele klassische Gastronomiebetriebe haben den Trend zu leichten und vegetarischen Gerichten noch nicht erkannt. Jenseits von Käsespätzle, gebackenen Champignons oder Gemüsegröstl rührt sich bei der Produktgestaltung oft nicht allzu viel. Was McDonalds erkannt hat: Begeistert wird die weibliche Zielgruppe oft von gesünderen, leichteren und raffinierten Gerichten. Frauen wollen Glamour auf dem Teller, New-Fusion, freie & farbenfrohe Gerichte - und JA, es darf auch mal Gemüse in den Mittelpunkt eines Gerichtes gestellt werden, ohne dass "SalatesserInnen" klischeehaft in Szene gesetzt werden.

3) Kommunikation mit Herz und Hirn & und vom Bauer nebenan

Nicht nur bei Produkten & Angeboten scheint eine innovative Ausrichtung nötig zu werden. Was das Marketing betrifft, wollen Männer überzeugt und Frauen quasi umworben werden. Transparenz und Qualität spielen eine wichtige Rolle für Frauen. Frauen möchten wissen, was sie essen. Herkunftsbeschreibungen geben Sicherheit und wecken Emotion. Der Zugang sollte über Emotion erfolgen. Polarisierende Kommunikation ist absolut fehl am Platz und nicht fleisch-egal. Regionale Aspekte zu kommunizieren und dabei den KundInnen ein gutes Gefühl zu geben, darauf kommt es an. So beschreibt die Labstelle in Wien ihre Küchenlinie mit: "Wie wir kochen. Regionales, modern interpretiert. Urbaner Lebensstil gepaart mit Bodenständigkeit. Top Qualität ohne Effekthascherei. Das ist Labstelle: Ehrliche Küche mit ohne Schnickschnack."

4) Was Man(n) nicht sieht!

"Mir erscheinen Interieur und Ausstattung wichtig, jedoch zeigen meine persönlichen Erfahrungen, dass die Damenwelt oft sensibler -oder besser gesagt: differenzierter - auf Ambiente, Atmosphäre, Design & Geruch reagiert", so Grander weiter. Während klassische Pubs von männlichen Besuchern bevorzugt besucht werden und Besucherinnen dort eher als Ergänzungszielgruppe zu sehen sind, werden edle Cocktailbars von der femininen Zielgruppe favorisiert. Frauen legen mehr Wert auf Ambiente. Es sind die Kleinigkeiten, wie die brennende Kerze am Tisch oder eine angenehme Beschallung. Bei der Ausstattung müssen Thema, Farbenauswahl und gewünschtes Flair einen Konsens finden. Was der Mann oft nicht sieht, ist der Frau wohl wichtiger.

5) Events jenseits von Tupperware und Wohnzimmer

Die Ausgehlust bei Frauen steigt. Kinder oder zu bekochende Männer sind lange kein Grund mehr, zu Hause zu bleiben. Frauen wollen gerne unterhalten werden. Ein Abend rund ums gute Essen, trinken, plaudern & lachen will auch ins rechte Licht gerückt werden. Es geht um die Inszenierung & Aufbereitung von Veranstaltungen. So bewirbt Vapiano beispielsweise einen Ladiesday bei dem ladylike Dekoration, Goodie Bags mit Überraschungen bereitgestellt werden und köstliche Kleinigkeiten à la Vapiano geboten werden.

Leaduserinnen: Frauen treffen nicht nur in vielen Lebensbereichen den Großteil der Kaufentscheidungen, sie haben sich auch als perfekte Markenbotschafterinnen erwiesen. Peter Grander, BA: "Ob Frauen mehr Reden als Männer - Klischee oder Tatsache? Erwiesen ist jedoch, dass Frauen häufiger weiterempfehlen als Männer. Schon allein deshalb lohnt es sich, diese Zielgruppe bewusst zu adressieren, aber nicht zu schubladisieren. Es ist empfehlenswert, die weibliche Zielgruppe nach ihren Bedürfnissen zu fragen und sich dann ausreichend Zeit zum Zuhören zu nehmen."

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