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"Erst durch eine umfassende Herkunftskennzeichnung haben Konsumentinnen und Konsumenten eine echte Chance mitzubestimmen"

Hannes Royer schätzt die ersten Schritte in Richtung Herkunftskennzeichnung bei Rindfleisch und Ei, warnt aber gleichzeitig davor, sich voreilig damit zufrieden zu geben

Eine umfassende Kennzeichnung nach Herkunftsland und Haltung, und zwar vom Anbau bis zum Teller, ist ein längst überfälliger Richtungswechsel zu mehr Lebensmittel-Transparenz. Die geplante Herkunftskennzeichnung bei Rindfleisch und Ei ist ein erster kleiner Schritt in eine richtige Richtung. Jetzt heißt es aber: Dranbleiben und sich nicht mit „Teilerfolgen“ zufriedengeben
Hannes Royer (Obmann Land schafft Leben)

Schladming (OTS) - „Eine umfassende Kennzeichnung nach Herkunftsland und Haltung, und zwar vom Anbau bis zum Teller, ist ein längst überfälliger Richtungswechsel zu mehr Lebensmittel-Transparenz. Die geplante Herkunftskennzeichnung bei Rindfleisch und Ei ist ein erster kleiner Schritt in eine richtige Richtung. Jetzt heißt es aber: Dranbleiben und sich nicht mit „Teilerfolgen“ zufriedengeben“, sagt Hannes Royer (Obmann Land schafft Leben).

Nach aktuellem Gesetzesentwurf zur Herkunftskennzeichnung zeigen sich erste Hürden, aber auch mögliche Wege in Richtung verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Eine zukünftige verpflichtende Herkunftskennzeichnung birgt das Potential, einen EU-weiten Richtungswechsel hin zu mehr Lebensmittel-Transparenz einzuleiten.

Klare Herkunftskennzeichnung bringt Transparenz für Konsumentinnen und Konsumenten

Es stellt sich die Frage, wie das Thema Herkunftskennzeichnung auch ohne durchgängige Gesetzesgrundlage in der Gemeinschaftsverpflegung und bei verarbeiteten Produkten umgesetzt werden soll. Speziell die Art und Weise der Kommunikation ist entscheidend, um in der Zwischenzeit das Bewusstsein für die Thematik zu schärfen: „Wir müssen von dem Gedanken loskommen, dass dies eine weitere lästige Reglementierung ist. Es ist ein essenzieller Schritt für heimische Betriebe in Richtung Wertschöpfung - aber auch für Konsumentinnen und Konsumenten in Richtung Transparenz und nachvollziehbarer Qualität“, fordert Hannes Royer.

Qualitätsbegriff nicht weit genug gedacht

Qualität umfasst weit mehr als den Produktionsstandort: Tierwohl, Arbeitsbedingungen, Erhaltung von ländlichem Lebensraum sowie ökologische Nachhaltigkeit gewinnen immer mehr an Gewicht. „Ohne klar ersichtliche Kennzeichnung von Herkunft und auch der Haltungsform werden Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin vollkommen im Dunklen gelassen. Erst eine durchgängige Kennzeichnung macht eine bewusste Auswahl möglich“, kritisiert Hannes Royer.

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