„Öffis“ noch stärker auch für Urlauber attraktiv machen

LHStv. Ingrid Felipe legte gestern die Bilanz über den Autoverkehr in der Urlaubszeit vor. Die Zahlen an den Messstellen seien leicht zurückgegangen, das Niveau aber weiter sehr hoch. Ein wesentlicher Schritt für die weitere Reduktion ist, die Anreisemöglichkeiten mit „Öffis“ für Urlauber stärker zu bewerben.

An allen sieben Messstellen – Umfahrung Reutte, Fernsteinsee am Fernpass, Brettfalltunnel im Zillertal, B173 in Schwoich und Söll, Kufstein Grenze und Innbrücke – sind die Zahlen im Vergleich zum Sommer 2016 leicht zurückgegangen.

Den stärksten Rückgang gab es mit 4,6 Prozent in Schwoich, den schwächsten beim Brettfalltunnel mit lediglich 0,3 Prozent. Das hohe Niveau macht trotz erster Rückgänge seit langer Zeit weitere Maßnahmen erforderlich, betont die Mobilitätslandesrätin, die auf zwei Vorzeigeprojekte verweist: Die Dosierampel in Kufstein und eine nach deren Vorbild von Norden kommend vor Reutte – hier liegen nach einem Testbetrieb im Oktober erste Zahlen vor.

Felipe will aber an einem weiteren Hebel ansetzen: Die öffentlichen Verkehrsmittel als Anreisemöglichkeit für Touristen stärken. Das Angebot der ÖBB, das viele Möglichkeiten bietet, müsse zur Alternative für das Auto werden. Weitere Erfolge erhofft man sich von einem Pilotprojekt im Unterland: Die Gästekarte ist zugleich Fahrkarte für die Nahverkehrszüge, parallel dazu arbeiten die ÖBB gemeinsam mit der Tirol Werbung daran, den Anteil an Bahnanreisen zu erhöhen.