Freiwillige nutzten Urlaub, um auf der Alm mit anzupacken

Tux-Zwischen dem 3. und 9. September brachten zehn freiwillige Helfer im Rahmen der Umweltbaustellen des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) die Löschbodenalm im Tuxertal in Schwung. Sie liegt zwischen 1700 und ca. 2000 Metern Seehöhe, wird im Sommer von 60 Milchkühen und 70 Stück Jungvieh beweidet und beherbergt zahlreiche wertvolle Lebensräume. Die durchgeführten Schwendmaßnahmen sind Teil eines Gesamtprojekts, das in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Daneben sind auch die Wiederherstellung eines Moores sowie die Pflege und Sanierung einer besonderen Steinmauer, die rund 1 km lang ist, geplant. Willi Seifert (Naturpark Zillertaler Alpen): "Fünf Almen nehmen bei uns am Projekt Naturschutzplan auf der Alm teil. Dabei sollen in den nächsten Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt werden, die sowohl dem

Naturschutz dienen, als auch der Bewirtschaftung einen Vorteil verschaffen."Laut Michael Erler (Löschbodenalm) bleibt mangels Arbeitskräften auf der Alm fast keine Zeit mehr für die Pflegearbeiten, wie Schwenden und Steinesammeln. "Daher ist die Unterstützung von Freiwilligen eine tolle Sache für uns."

Hermann Erler (GF des TVB Tux-Finkenberg) erzählt, dass die Sehnsucht nach "dem Echten" stark an Bedeutung gewonnen habe und die Almlandschaften touristisch bedeutsam seien. "In den letzten zehn Jahren sind die Nächtigungen während des Sommers in Tux und Finkenberg um 150.000 gestiegen." (TT)