UNESCO-Weltkulturerbe soll Tourismus ankurbeln

Kulturbegeisterte und Geschichtsinteressierte sollen in Enns künftig noch stärker angesprochen werden

Enns/Linz. "Wir haben in Enns keinen klassischen Erholungstourismus, der Fokus liegt auf dem Tages- und Radtourismus", sagt Bürgermeister Franz Stefan Karlinger (SP). Zudem spiele der Geschäftstourismus eine wichtige Rolle.

Von einer Ernennung des römischen Donaulimes zum UNESCO-Weltkulturerbe erhofft sich Karlinger eine Ankurblung des Ennser Tourismus. "Wir haben jetzt schon viele Radtouristen wegen dem Donauradweg von Passau nach Wien. Da würde der Donaulimes gut dazu passen", so der Stadtchef.

"Alleine mit dem Prädikat UNESCO-Weltkulturerbe kann man eine völlig neue Schicht an kulturbegeisterten und geschichtsbewussten Menschen für Enns gewinnen", ist Karlinger überzeugt.

Auch das Museum Lauriacum soll künftig mehr Besucher anziehen. Im Zuge der Sanierung und der Landesausstellung sei es gelungen, Geschichte lebendig zu machen. Daher erwartet sich Karlinger "wesentlich mehr Anspruch als in der Vergangenheit".

In der Tourismusstatistik des Landes für das vergangene Tourismusjahr scheint Enns mit knapp 70.000 Nächtigungen auf und zählt damit zu den Spitzenreitern im Bezirk Linz-Land. "Wir sind in der Ennser Hotellerie das ganze Jahr über gut ausgebucht", sagt Karlinger zufrieden. Eine Aufstockung der Bettenzahl im Drei- und Vier-Sterne-Bereich könne er sich dennoch vorstellen.

Eine wesentliche Rolle bei der Weiterentwicklung des Ennser Tourismus wird auch dem regionalen Tourismusverband zukommen, der sich aufgrund des neuen Tourismusgesetzes mit anderen Gemeinden zusammenschließen muss. Welche das sein werden, ist allerdings vorerst noch nicht entschieden. (jp)