Tourismus: Zwei Regionen werden eins

Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten und Regionalmanagement Lavanttal werden zusammengelegt. Viele Fragen sind noch offen.

Sie sind keine Unbekannten: Die Tourismusregionen Klopeiner See-Südkärnten und das Lavanttal, vertreten durch das Regionalmanagement, können bereits einige gemeinsame Projekte aufweisen, darunter den Panoramaweg Südkärnten oder die Kulturbroschüre „Achtung Provinca“. Jetzt werden die zwei Unternehmen, die als GesmbH strukturiert sind, zu einer Gesellschaft. Und zwar bereits ab 2021. So sieht es der zuständige Landesrat Sebastian Schuschnig (ÖVP) vor – mit Absprache der Regionen, wie er betont.

Unterkärnten ist hier nicht alleine betroffen. Die 14 Tourismusregionen in Kärnten sollen auf neun reduziert werden. „Wir schaffen eine schlanke und schlagkräftige Regionsstruktur und fördern gemeindeübergreifende Kooperationen“, so Schuschnig. Die Geschäftsführer der Unterkärntner Tourismusregionen begrüßen den Schritt grundsätzlich, es sei aber noch vieles zu klären. „Wir kooperieren schon länger und stehen bereits jetzt im intensiven Austausch. Grundsätzlich ist es gut, dass wir Synergien bündeln, damit ist die Schlagkraft größer, um unsere Tourismusangebote und -produkte noch besser bewerben zu können. Wie die Gesellschaftsstruktur dann aussehen wird, muss noch im Detail besprochen werden“, sagt Robert Karlhofer, Geschäftsführer der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten.

Margit Thonhauser, Geschäftsführerin des Lavanttaler RML dazu:
„Es ist nicht so einfach, zwei Gesellschaften zusammenzuführen. Der Wunsch des Landes, dies mit Anfang 2021 zu tun, halte ich nicht für real. Ich möchte den Gesellschaftern aber nicht vorgreifen.“ Die Kooperation werde bereits jetzt gelebt: „Wir haben viele gemeinsame Projekte, fahren jetzt schon zusammen auf Messen, das Miteinander funktioniert bereits perfekt. Es macht auch Sinn, am Markt gemeinsam aufzutreten und Marketingmittel zu bündeln. Das Lavanttal soll aber durch die Zusammenlegung nicht untergehen, die Zusammenarbeit muss weiterhin auf Augenhöhe passieren. Es kann nicht sein, dass der Ober den Unter sticht“, so Thonhauser, die auf die ungleichen Übernachtungszahlen anspielt. Das Lavanttal spielt mit 367.000 Übernachtungen und 88.500 Ankünften im Jahr 2019 nicht in der gleichen Liga, wie die Region Klopeiner See- Südkärnten, die beinahe drei Mal so viele Übernachtungen verbuchen kann.