Lebensraum verknüpft Potenziale

In den nächsten zwei Jahren fließen 25 Millionen Euro in acht Lebensraum-Projektprogramme. Telemedizin ist eines davon.

Innsbruck -"Wir haben es geschafft, alles unter einen Hut zu bringen", meinte gestern der Geschäftsführer der Lebensraum-Holding, Josef Margreiter, bei "Tirol Live". Mit "alles" meint er, dass die Tirol Werbung, die Standortagentur und die Agrarmarketing nun in der Holding zusammengefasst sind. "Die Marke Tirol steht nicht mehr nur für den Tourismus."

Seit 2019 steht Margreiter, der davor jahrelang die Tirol Werbung leitete, der Holding vor. Der Aufbau der neuen Struktur sei abgeschlossen. Nun gehe es darum, Zukunftsprojekte zu entwickeln und auch umzusetzen. Als ein Beispiel von vielen nannte Margreiter die Wasserstoff-Offensive Tirols. Eine Lebensmittelkette werde schon bald mit Wasserstoff-Lkw unterwegs sein. Die Holding kümmere sich darum, dass rund um das Thema Wasserstoff weitere Synergien entstünden.

Zuletzt hatte die Budgetaufstockung der Landesregierung für die Holding für Schlagzeilen gesorgt. 28 Millionen Euro sind es heuer, 33 Millionen Euro im nächsten Jahr, die der Lebensraum ausgeben kann. Davon würde nur ein Viertel in Personal und Verwaltung fließen, sagte Margreiter. Der Rest sei für acht Projektprogramme reserviert.

Tirol werde sich als Modellregion für Gesundheit positionieren und die Gesundheit in den Mittelpunkt stellen.

1000 TirolerInnen könnten demnächst an einem Telemedizin-Projekt teilnehmen. Dieses biete eine profunde Übersicht über die eigenen Gesundheitsdaten und Tipps, wie man die Gesundheit erhalten könne. "Das ist erst ein Modellprojekt, es soll aber auf ganz Tirol ausgerollt werden."

Warum es denn dafür die Holding brauche, wollte Moderator Peter Nindler wissen. "In Tirol sitzen viele Experten, die Projekte sind oft schlecht untereinander vernetzt. Der Lebensraum verknüpft diese Potenziale." Handlungsbedarf sieht Margreiter unter anderem bei den Rahmenbedingungen für Start-ups. Die gelte es zu verbessern.

Auf seine alte Leidenschaft, den Tourismus, angesprochen, meinte der ehemalige Tirol-Werber, dass die Branche sehr schwer belastet sei. Eine Zukunftsstrategie werde man entwickeln müssen. (TT)