Sie setzt sich für die Hoteliers im Land ein

Sophie Schick als Landesvorsitzende der Hoteliervereinigung wiedergewählt

Wenn die Mitarbeiter gerne in die Arbeit gehen, würden sich auch die Gäste wohlfühlen, sagt Sophie Schick. Die Welser Hotelbetreiberin ist als oberösterreichische Landesvorsitzende sowie als Vizepräsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) wiedergewählt worden. Diese Ämter übt sie seit zwei beziehungsweise acht Jahren aus. "Ich will mich mit meinem Team für die Branche einsetzen und Verbesserungen erkämpfen. Aktuell ist der Arbeitsmarkt für uns eine große Herausforderung", sagt Schick.

Um Mitarbeiter zu finden und zu behalten, brauche es gute Lösungen sowie entsprechende Rahmenbedingungen von der Politik. In ihrem eigenen Betrieb, dem Boutique Hotel Hauser in Wels, wird seit rund einem halben Jahr auf ein neues Arbeitszeitmodell gesetzt. "Die 40 oder 41 Wochenstunden an der Rezeption haben wir bei vollem Lohn auf 36 reduziert. Das kommt bei allen gut an", sagt die 38-jährige Unternehmerin. Die Arbeitszeit verteilt sich so, dass alle drei Wochen sechs Tage durchgehend frei sind. "Ich brenne für das Miteinander mit Menschen. Hätte ich nicht das Unternehmen meines Vaters übernommen, würde ich wahrscheinlich mit Kindern arbeiten", sagt die Welserin.

Sophie Schick begann ihre touristische Laufbahn mit der fünfjährigen Tourismusschule in Bad Ischl. Danach folgten Stationen in der Fünf-Sterne-Deluxe-Hotellerie wie dem Mandarin Oriental München und dem Hotel Bristol Wien. 2009 zog sie zurück nach Wels und übernahm die Geschäftsführung im familiären Traditionsbetrieb in der dritten Generation. Am Tourismus schätzt sie unter anderem die vielen Möglichkeiten und dass sie kreativ sein könne: "Wir haben zum Beispiel Werke regionaler Künstler in unseren Zimmern aufgehängt."

Wenn Sophie Schick freie Zeit bleibt, verbringt sie diese gerne mit ihrem Ehemann und den beiden Töchtern (7, 10). Die Familie ist gerne in der Natur, etwa beim Langlaufen oder Wandern.