Von grüner Anreise und Personalmangel

Bei der Vollversammlung des TVB Wilder Kaiser wurde eine positive Bilanz gezogen und ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen gegeben.

Going a. WK. - Von einem Übergangsjahr sprach Geschäftsführer Lukas Krösslhuber bei der Vollversammlung des TVB Wilder Kaiser am Mittwochabend. So gab es im vergangenen Winter noch Corona-Einschränkungen, im Sommer war dann jedoch die Anfrage wieder hoch. So konnte man mit gut 1,1 Mio. Nächtigungen im Sommer einen Rekord in den Orten Ellmau, Going, Scheffau und Söll einfahren.

"Dank zwei starker Saisonen steht die Tourismusregion auch nach einer komplett ausgefallenen Wintersaison gut da. Die aufgebauten Rücklagen können nun in wichtige Infrastrukturprojekte investiert werden, die vorrangig der einheimischen Bevölkerung zugutekommen. So leistet jeder Gast und jeder Tourismusbetrieb einen wertvollen Beitrag zu unserer Lebensqualität", sagt Geschäftsführer Lukas Krösslhuber.

Herausforderungen warten auch in Zukunft viele auf die Touristiker und im Verband setzt man sehr stark auf das Thema Nachhaltigkeit und die umweltfreundliche Mobilität. "Jeder und jede Einzelne, die mit der Bahn anreist, zählt", erklärt TVB-Obmann Hans Adelsberger. Auch Krösslhuber erklärte, dass im vergangenen Jahr vor allem die Themen "Mobilität" und "Lebensraum" im Fokus standen. Allen voran die "Grüne Anreise", die Kooperation mit Kufstein mobil, der Startschuss für das Projekt Parkraummanagement, das Regiorad in Ellmau, ein neues Ruftaxi, der Test von E-Ski-und Wanderbussen und nicht zuletzt die TVB-interne Challenge, wer die meisten dienstlichen Kilometer mit dem Rad fährt, zeigen, wie viel in diesem Bereich umgesetzt wird.

Erstmals wird es die so genannte "Grüne Anreise" auch im Winter geben. Der Transfer zur Unterkunft und zurück zum Bahnhof sowie die Mobilität vor Ort ist mit der GästeCard, die gleichzeitig als Ticket für KaiserJet und Öffis gilt, kostenlos, außerdem gibt es bei teilnehmenden Verleih-Services Rabatt auf ausgeliehenen Ski im Winter sowie auf Bikes im Sommer.

Adelsberger machte in seinem Bericht auf die Mitarbeitersituation aufmerksam. Dieser Herausforderung werde man sich stellen müssen. Kritik gab's in Richtung VVT (Verkehrsverbund Tirol)."Einer besseren Taktung bei den Bussen laufen wir schon zehn Jahre nach", sagt Adelsberger und hofft auf bessere Busverbindungen in der Region. Eine klare Absage gab es an eine Fusion mit dem Kufsteinerland. Zusammenarbeit ja, ein gemeinsames Bett allerdings nein. Ebenfalls eine Absage gab es zu einer möglichen Erhöhung der Ortstaxe. Eine solche wäre in nächster Zeit nicht vorgesehen. Auf längere Sicht werde man aber darüber nachdenken müssen.