„Tourismus muss mehr unterstützt werden“

Mitarbeitermangel

Mit Kooperationsmodellen in der Kinderbetreuung sollen Tourismusjobs attraktiver gemacht werden.

H eute werde sich der volkswirtschaftliche Ausschuss mit dem Thema Tourismus beschäftigen, teilte die ÖVP in einer Aussendung mit.

Darin wird der Mangel an Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Tourismusbranche thematisiert. Der Klubobmann der Vorarlberger Volkspartei Roland Frühstück fordert demnach die Politik auf, die Tourismusbranche bei ihrer Suche nach Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen stärker zu unterstützen. Ein Landtagsantrag, welcher diese Forderung unterstütze, solle heute voraussichtlich beschlossen werden, heißt es in der gestrigen Aussendung.

Beruf soll attraktiviert werden. Dabei wird von Frühstück ein vom Tourismusgipfel im Frühjahr erarbeiteter Aktionsplan angesprochen, welcher nun von Seiten der Politik die entsprechende Rückendeckung erhalte. Er hebt besonders ein darin vorgesehenes WIFI-Programm mit speziellen Quereinsteiger-Angeboten, eine Online-Plattform für Tourismusjobs und ein Globe-Trotter-Programm hervor. Letzteres ist für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gedacht, die im Ausland berufliche Erfahrungen sammeln wollen. Dadurch können aber auch ausländische Fachkräften in Vorarlberg beruflich dazulernen. „Das sind alles sinnvolle Maßnahmen, die nun den Weg in die Praxis finden müssen“, bekräftigt Frühstück.

Er betont außerdem die Wichtigkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Attraktivität des Arbeitsplatzes. Ko­operationen zwischen Unternehmen und der öffentlichen Hand würden hier auf beide Seiten positive Auswirkungen haben. „Wir brauchen noch mehr partnerschaftliche Lösungen zwischen der öffentlichen Hand und der Vorarlberger Wirtschaft, die gut für unsere Familien und für den Standort sind“, so Frühstück.

Betriebe und ihre Mitarbeiter bräuchten in Sache Betreuung, Öffnungszeiten und verfügbare Plätze eine gewisse Planungssicherheit und Verbindlichkeit. Diese Themen sollen nun im Volkswirtschaftlichen Ausschuss debattiert werden.

Der Einbringung in den Landtag vorausgegangen war ein Schulterschluss von Wirtschaft (Wirtschaftskammer und IV Vorarlberg) und Gemeindeverband, welche der nun vorliegenden Antragsinitiative laut Frühstück ihre Unterstützung zugesagt hätten.